Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 2 (1914-1915)
- Issue
- 7 (12.1914)
- Date
- 1914-12-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Dorn Berliner Htriegssxiel am L8. Oktober I. „Zu B'fehl!" sagte der Unteroffizier D. zu seinem gestrengen Vorgesetzten, als er seine Instruktion erhalten hatte, und setzte sich mit seiner Abteilung allmählich in Bewegung. Aber nur allmählich, denn bei verschiedenen, als da sind solche, die ihres Umfanges wegen erst angeschoden werden mußten, ging das nicht so schnell. Glücklich gelangte man zu der Fahre, die uns unsere Feinde bereits entehrt hatte. Wir setzten natürlich sofort nach. Die Heeresleitung gab bekannt, daß der Feind binnen einer stunde geschlagen sein würde, aber die stunde hatte etwas mehr als sechzig Minuten. Radfahrer von uns kamen zurück und meldeten gehorsamst, daß sie bereits gefallen waren. Line Feldwache teilte mit, daß der Feind deinahe über sie gestolpert wäre. Sie sei aber noch rechtzeitig ausgerückt. — Sofort rourde die Verfolgung ausgenommen, es kam zur Schlacht, in der wir selbstverständlich (l) Sieger blieben. Berlin James Breslauer II. Der zweite Zug gehörte diesmal beim Kriegsspiel der besiegten Partei an. Es hieß, der Patrouillendienst hatte nicht richtig funktioniert, und ganz dumm wate es gewesen, 500 m von der verbündeten Armee entfernt, sich vom Feinde schlagen Zu lassen. Nachdem die Vereinigung nun einmal mißglückt war. war es für die Lurch unerwarte Hilfstruppen vom „Bar Kochba" verstärkte rote Armee in der Tat EM leichtes, die verbündeten, aber leider nicht verbundenen blauen Kräfte einzeln zu schlagen. Ls muß leider festgestellt werden, daß beim Kriegsspiel kleine vergehen gegen das Völkerrecht vorgekommen sind, die dem Spiel leicht den eigentlichen Reiz nehmen. Ich denke daran, daß abgerissene Bänder nicht zwei-, sondern viermal ergänzt wurden. Das geschieht nach meiner Ansicht von Spielverderbern, Die von der Sache nichts verstehen und gewöhnlich dre schönsten Pläne verxatschen. Sie sollten lieber zu Hanse bleiben. Nichtsdestoweniger war das Kriegsspie! wirklich schön und reich an Abwechslungen, wer aufgepaßt und die Sache mit Lrnst betrieben hat, konnte viel lernen, sogar oder vielleicht gerade bei der geschlagenen Partei, denn aus Schaden wird man klug (wohlverstanden, nicht jeder). Berlin Kurt Joseph Aus der Bewegung!. Mitteilungen der Bundesleitnng Vnndesleitnng. Dis Geschäfte der Bundeslcitnng werden zur Zeit von Rechtsanwalt Marlin 5 o m m e r, Edith h e n s ch e l und Dr. Martin R o J c n fc I ü t b geführt. persönliches. Dr. Adalbert 5 a ch s, unser Bundesvorsitzender und Führerschaftsleiter in Berlin, hat sich am 5. Gktober mit Fräulein Margarete Bril vermählt. Dr. Sachs sieht jetzt als Assistenzarzt im Felde: seine Adresse lautet: Assistenzarzt der Reserve Dr. Adalbert Sachs, Reserve-Armeekorps, 28. Reserve-)nfanterie-Division, Re. seroe-^nfanterie-Reg. Nr. lll, l Bataillon. K9