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Blau-Weiss-Blätter · 1914-12-01 · 7 (12.1914) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
2 (1914-1915)
Issue
7 (12.1914)
Date
1914-12-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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holderstraiich, die find so merkwürdig, so menschenähnlich gewachsen; im Tolengrund steht's Aopf an Aopf. — Jetzt grinst der Mond durch die Zweige der Fichte, die da oben ganz einsam auf dem Hügel steht rmd vor dir wälzt es fich heran, ein schwarzes Meer, — der Wald. Dort gurgelt ein Wasser. — Und im Hochsommer liegt das Land da, warm atmend, mit... dem schweren, wiegenden Aorn. Die breiten Bäume stehen in ihrem dichten Laub, in schöner Harmonie, von fern winken die Dächer des Dorfes, klarblau ist der hinrmel, von lichten, weißen Wolken durchzogen, und warm und süß steigt der Duft der blühenden Erika auf. Mir sagte jemand einmal: wie das schön klingt: „die Heide!" Ja, es ist ein heiliges Land. Hamburg Fritz valk Regenfahrt .... wenn wir zum Fimmel aufblicken, muffen wir die Augen zukneifen. Die Sonne blendet. Die Sonne? Ja, die steckt wohl hinter dem undurchsichtigen Grau. Das Wetter wird ordentlich schön; der olle Regen hört ganz auf! Wir lösen die Regenhäute und nehmen die hüte ab. herrliche Luft, so rem, so labend L wir find jetzt im Jahrs-Moor, wie prächtig! Schilf. Die langen Blätter benetzt von SLlbertropfen. Ueber der ganzen Heide ein duftiger hauch, hinter dem Schilf ein wafferstreifen. Drüben ein Laubwäldchen. Welch zarte Farben! Der graue Schleier Lüstet fich ein wenig über den Bäumen. Behutsam, jungftäulich! Sollen wir die schönen Töchter der Mutter Natur nicht sehen? was für ein Morgen! wo wohl die anderen zehn Kerls stecken? Sitzen wohl zu Haus! Langweilen fich! Ach ja, es hat ja auch geregnet! Nun scheint die Sonne. Segnend ruht fie über den weiten Landen. Wir Gehen an ein Baumstammgitter gelehnt, vor uns, noch im Schatten einer Waldung, d»i große Pappeln. Und dann breitet fich sonnenbeschienen die große weide aus. Saftig« Rasen. Längliche Knicks. Dazwischen schlängelt fich grünüberwachsen ein Bächlein. In der Ferne grasen braun- und schwarzweiße Kühe. O, du schönes holsteinisches Heimatland, wir haben dich lieb, und wir vergessen dich nicht, auch wenn wir Ln der Fremde find, wenn wir über das große Meer Hinblicken und zu de« vereisten Gipfeln der Berge aufschauen. wir find schon lange auf dem Heimwege. Ls geht gegen Abend. Die Sonne geht unter. »<§üldne Abendsonne, wie bist du so schön. . . Die weißen schwettn Wolken find alle von einem strahlenden, goldenen Rande eingefaßt, viel weiter zurück am Horizont ein duftiges Purpur, und die letzten Strahlen der verschwindenden Sonne durchbrechen noch einmal die Abendwolken. — wollen den anderen erzählen, wir schön es heute war, vielleicht kommen fie mn ander Mal doch mit, auch wenn es regnet l Hamburg Hans hirfchfeldt \t

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