Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 2 (1914-1915)
- Issue
- 7 (12.1914)
- Date
- 1914-12-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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•öfs erste eine Freiwilligenlegion fürs türkische Heer stellten, um gegen unsere russischen Peiniger, unsere glühendsten Feinde, zu kämpfen, leben Ae noch? Lieber Redakteur! Du bist mir gewiß nicht böse, daß ich so weit vom Thema abgekornmcn bin. Soll ich nicht sagen, wie meine Seele fühlt? Das ist doch gerade des Blau-Weißen Stolz und Art, Haß er sagt, was er denkt, und wenn er unter Brüdern ist, auch was 4r fühlt. Nun sieh, das mußt Du auch unferm Artur zugeftehen. Er hat so geschrieben, wie er empfunden hat. Ich Hab ihn, als ich die Skizze las, vor mir gesehen, seine großen blauen Iungenaugen und die langen, wuschligcn, dunkelblonden Haare, immer ohne Hut, im Schiller- - kragen. Du hättest ihn aber auch aus seinen Worten ein bischen: erkennen müssen. Ich denke mir, wir sollten in unfern Blattern jeden so schreiben lassen, wie er kann und gerade muß, ohne jedes Schema-' lisieren, wenns auch dem Redakteur mal nicht gefällt. Du solltest die Skizze aber auch wegen der \7 Teilnehmer ab- Hrucken, für die jene pftngstwanderung ein wundervolles Erlebnis war, jene Fahrt, auf der ein Band geschmiedet wurde, das die Prager und die Breslauer nicht etwa nur für die Jugendzeit, sondern fürs iganze Leben umschlingen wird. Black, Bloch, Weißkopf und Hirschberg sind im Felde. Erinnere sie an die Führerfahrt, und sie werden auf dem Schlachtfeld zu träumen anfangen. Welch glücklicher Zufall, daß wir Freunde Seite an Seite gegen Herr gemeinsamen Feind kämpfen dürren. Blochte ein gäriges Geschick uns im Aarnpf für unser Vaterland gesund erhalten, damit wir ihm weiter nützen und nach glücklich beendeten: Ariege erst recht für die; Befreiung unserer bedrückren Brüder im Dften kämpfen können, darnit wir uns auch — gebs Gott! — wieder einmal so fröhlich wie v' «nft vereinigen können zu weiter Fahrt noch in diesen Tagen. Schalom! z.Zt. Gblau Joseph Ware ns I Aarl Glaser, Berlin .!V., den 25. Mktober 191*. Augenblicklich in Schützenlinie, 800 m vorn Leinde, war mir Ihr Schreiben M» lieber Gruß, der mir den llhmfd?, nochmals Berlin wiederzusehen. recht lebhaft ., machte. — Ich habe in diesem Feldzug viel erlebt. Freudiges und Craurrges und kann doch nur wenig erzählen; es ist fast unmöglich, die Eindrücke, die einander 15