Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 2 (1914-1915)
- Issue
- 3 (6.1914)
- Date
- 1914-06-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Biau-Weiß-Blarter Aus der Bewegung 1. Mitteilungen der Bundesleitung 1. Im Auftrage der Bundesleitung wird Josef Marcus, Oberführer des Jüdischen Wanderbundes „Blau-Weiß44-Breslau, die dem Bunde angeschlossenen Vereine besuchen. 2. Alle Briefe für die Bundesleitung sind an den Bundesleiter Dr Adalbert Sachs, Berlin, Königgrätzer Str. 89, zu richten. 3. Die Aemter in der Bundesleitung wurden folgendermaßen verteilt: Dr. Sachs: Bundesleitung und Geschäftsführung, Rechtsanwalt Martin Sommer: Kassen« wart, Felix Rosenbluth: Redaktion der Blau-Weiß-Blätter, Karl Glaser; Neugründungen, Edith H e n s c h e 1: Mädchenwandern. 4. Vom ersten Jahrgang der „Blau-Weiß-Blätter*4 sind mehrere Nummern vergriffen. Der vollständige Jahrgang kann daher nicht mehr geliefert werden. 5 Das „Blau-Weiß- Liederbuch** ist bis auf wenige Exemplare vergriffen. Sofortige Bestellung wird dringend angeraten. 11. Aus den Wanderbunden Aus der Führerschaft. Es wurden ernannt: zu Führern: stud med; Herbert Engel, stud. rer. techn Ernst Davidsohn; zu Führerinnen: Anna Davidsohn und stud. med. Tilli R o s o 1 i o , sämtlich in B e r 1 in. Mitteilungen der Berliner Führerschaft. 1. Haase und Preüß •sind aus der Führerschaft ausgeschieden. S t e i n f e 1 d ist bis auf weiteres,, Annie Lesser auf 2 Monate von der Führung dispensiert. 2. Die Berliner Führerschaft veranstaltete einen Kursus für erst^ Hilfe, den Dr. Weißenberg leitete. 3. Der von der Führerschaft gefaßte Beschluß, daß nach 50 Fahrten eine neue Na ei verliehen wird, ist von der Führerschaft als unzweckmäßig aufgehoben worden 4. Wer seine Blau Weiß-Nadel verloren hat, daTf für 75 Pfg. bei seinem Führer eine neue kaufen 5. Das Stadtheim in Hohenschönhausen ist mit dem Garten und Feld den ganzen Tag über für Wanderer und Wandrerinnen geöffnet. 6. Beim Besuch des Stadtheims wird bis auf weiteres keine Heimsteuer mehr erhoben. 7. Wir haben mit der Firma Julius Löwent>erg & Co., Swinemünder Str. 44, einen Vertrag abgeschlossen, der sie verpflichtet, uns allt Wanderartikel zu Vorzugspreisen zu liefern. Wendet euch daher bei Bestellungen an diese Firma unter Berufung auf den Wanderbund. 8 Für unser Landheim schickte uns ein ungenannter Gönner oder eine Gönne- -rin eine schöne blau-weiße Tischtuchdecke. Besten Dank! 9. In den großen Ferien finden mehrwöchentliche Fahrten für Wanderer und Wandrerinnen statt. Meidungen schon jetzt beim Führer! Vom Heim der Berliner. Wir haben unser Heim so schön gemacht, wie wir irgend konnten. Bunten Tand haben wir freilich nicht hineingestellt; was wir besitzen ist einfach, aber hübsch. Am nettesten ist unser Wohnzimmer mit der breiten Holzbank, die rings an den Wänden entlangläuft, und den bunten Tassen und Kannen auf den Wandbrettern. Noch fehlt uns manches; Geschenke — Möbel und Geld - nehmen wir' gern entgegen. Freilich sind wir keine Brockensammlung. Das Bett, auf dem «iie alte, treue Auguste 25 Jahre lang schlief, ehe es zusammenkrachte, ist auch > für uns unverwendbar, und Stühle ohne Beine und mit halber Lehne werden auch in Drewitz keine Auferstehung feiern — Wir wollen unsere Freude an unserem Heim haben. Wäre es das nicht — wir hätten eine Wellblechbaracke misten können mit ein paar Garben Stroh auf dem Fußboden. Es ist noch genug zu tun, ehe wir wirklich am Ziele sind. Außer manchem Unentbehrlichen fehlt uns Vieles, das nur schmücken soll, und das man doch ungern mißt. Wir brauchen Gardinen und Tischtücher und hübsche .Zeichnungen und Photographien. Ich wende mich an unsere Photographen und Zeichner, an unsere kunstfertigen Wandrerinnen. Ich bin überzeugt, daß ich nicht vergebens bitte. Kart Glaser An unsere Photographen. Ich habe ein Wanderbundalbum angelegt und bitte Wanderer und Wandrerinnen, mir von allen Photographien ein Pflichtexemplar zu senden.