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Blau-Weiss-Blätter · 1914-05-01 · 2 (5.1914) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
2 (1914-1915)
Issue
2 (5.1914)
Date
1914-05-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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BUii-Weiß-BIätter 13 #€agf midj nur ein unb ifyv tx>er6ct feljen, 6af icrj 2>ie IDafyrfyert fpredjeV Unö öabei beginnt er 3U sürnen unö 3U toben unb poltert mit bem Stocf an bie Cur. Da fragen jie n?etler: „Wenn 5u benn ein 3uöe bift: weshalb fommft öu fo fpdt? IDeift bu benn ntdjt, baf fyeufe ein ^efttag in 3srael ifi, an bem man öafyetm rufyt?" „Se^et, id) fomme jefet oon ^en\\alem, 6er ^eiligen Stabt; bet XDeg ift fefyr toeit unö polier ©efafyr auf Schritt tmb Critl. Unfere Jeinöe lauern uns auf nnb fleüen ftcfy uns in ben XDeg. H>ie eine eiferne ZRauer traten fie 3tr>ifdjen mid} unö eudj, öa§ id> nidn pbr dem ^eierlag 511 eudj fommen fonnte*" Dabei bridjt er in Cränerf' aus unö flagt bitterlid}, öie Perfammelten aber fHjen, wie perfunten in iljre ©eöanfen; tiefe Stille tyerrfdjt im gan3en f}uufe, nur feilen", Don einem ferneren Seuf3er unterbrochen. 2tlle feljen nad} öer Cur; öer Dorlefer aber gibt ein §eicfcenr man öffnet unö fogleid) tritt öer 3ün9l"lS e*n uno 9€^ ki$> in öie Blitte öes Limmers, öas £dja>ert an öer Seite, mit £eöer gegürtet/ öen Stocf in öer ßauö unö öen Sacf über öen Schultern. 2In öen en trägt er genagelte Sanöalen mit aufgebogenen Spieen unö fein ICleiö ift über unö über beftaubt. Unö plö^lidj bricht im ganjen Kemme ein lauter ^vbel los, alle beftürmen iljn mit fragen, „Wie ge^t es Jerusalem, öer ^eiligen Stabt?* „Wie gefyt es unfern Brüöern, öie öort por ©Ott ft§en, im Canöe öer Qerrlidjfeit?" „IDann trnrb öer Crlofer fommen, uns 3U erlöfen? „Bringft öu uns eine Botfcbaft pon unferer Befreiung unö €r«: Iofung?" Unö er fagt ifynen einen fyerslidjen ©ruf pon 3erufa^eni^ v01^ öen JPeifen öafeibft, pon öen Staöten unö Dörfern, öen gelbem imb fjnqein, pon öen ^eiligen ©räbern. Unö im Hamen öer IDcifen in öer heiligen Stabt meföet er tfynen, es feiert §eidjen gefdicben, öaf öer €rlöfer balö fommen unö öie eiferne ITlauer serfdjmettern tperöe> öie pe pon öer ^eiligen Stabt fdjeiöet. Unö alle laufeben anöaehtig feinen IDorten; bann fyeben fie öie f}änbe auf unö ipieöerbolcn piele 2Hale mit langen Seufoem unö mniqem Schmers unö mit fyerslidjer 3nbrunft: „3a fo fei fein U>ille, fo fei fein Xüille!" _______ Aus der Bewegung |Hans Haase] Der jüdische Wanderbund „Blau-Weiß* in Berlin hat einen Wanderer durch den Tod verloren. Hans Haase, der Bruder unseres Führers Sigismund Haase, einer unser fröhlichsten, treuesten Wanderer aus dem vierten Zuge, starb im Alter von sechzehn Jahren. Seine Wanderbrüder aus dem vierten Zuge folgten seinem Sarge und zeigten ihrem Führer und seinen Eitern, daß sie ihren toten Kameraden geliebt und geehrt haben. Von der Führerschaft. Es wurden ernannt: zu Führern: stud. med» Felix Pulvermacher, stud. jur. Berthold Cohn in Berlin, stud. iur. Walter Deutschmann in Breslau; zur Führerin: Vera London in Breslau. Hie Sitzung der Berliner Führerschaft vom 15. 4, er. beschloß, daß das Landheim nur von den Wanderern besucht werden darf, von deren Zug

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