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Blau-Weiss-Blätter · 1914-12-01 · 8 (12.1914) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
1 (1913-1914)
Issue
8 (12.1914)
Date
1914-12-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Blau.Weiß-Blätter 19 nicht an einem Tische sitzen, denn sie waren so schmutzig und hatten kein manierliches Benehmen am Tisch und in Gesellschaft. Danach wurde Adam noch trauriger und seine Sehnsucht nach einem Menschen noch größer. Es geschah einmal, daß er an ein großes Wasser kam, sich darüber beugte und im Wasserspiegel ein Wesen-erblickte, daß ihm sonst nirgends in der Welt begegnet war. Darüber war Adam sehr erstaunt und rief dem Wesen zu: „Komm heraus zu mir!" Aber es kam nicht heraus. Es winkte ihm nur ganz ebenso, und seine Worte kamen auch wieder zurück, nur wußte er nicht, woher sie kamen. Und Adam wurde von Herzen traurig, verließ das Ufer, sank auf einem Berge nieder und verfiel in einen tiefen Schlaf. Der liebe Gott aber sah, wie sehr sieh Adam in seiper Einsamkeit grämte, und er hatte Mitleid mit ihm, stieg vom Himmel herab, und während Adam schlief, nahm er ihm eine Rippe aus der Seite, machte daraus ein Weib und blies ihr eine Seele ein, so daß sie bald darauf lebendig wurde. Adams Seite aber heilte er zu, so daß gar nichts zu merken war. Wie nun Adam aufwachte, lag neben ihm eine Frau. Da freute er sich von ganzem Herzen, redete sie an und sprach-: „Wer bist du? Woher kommst du?" Da sagte das Weib: „Ich weiß es nicht." — „Bist du aus dem Wasser zu mir gekommen?," fragte sie Adam wieder. — „Ich weiß es nicht", sagte das Weib, — „als ich die Augen auftat, lag ich neben dir." Als Adam dies gehört hatte, nahm er sie an der Hand, ging mit ihr an das Wasser, darin er das sonderbare Wesen gesehen hatte, und der Wasserspiegel zeigte ihm diesmal zwei Menschen, denn der Mann im Wasser hatte auch ein Weib bekommen. . Darüber war nun Adam sehr erstaunt, freute sich aber trotzdem innig über sein Weib, nahm sie bei der Hand und ging mit ihr durch die Welt. Abraham bei Istnael in der Wüste Nach langen, langen Jahren, da erinnerte sich Abraham an seinen Sohn Ismael, und er wünschte ihn zu sehen. Da machte er sich auf, sattelte seiner! Esel und zog in die Wüste zu dem Hause Ismaels. Als er aber von seinem Weibe Sarah Abschied nahm, beschwor sie ihn, ja nicht vom Esel abzusteigen, und bat ihn, er möchte nur hinreiten und bald wieder zurückreiten, denn sie hatte Angst, er könnte dort länger verweilen. Dies versprach er ihr und zog seines Weges.—Es war um die Mittagszeit, als Abraham vor dem Hause seines Sohnes anlangte, und Ismaels Weib stand auf der Schwelle. Da redete er sie an und sprach: „Wo ist Ismael?" Und sie gab ihm zur Antwort:

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