Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 1 (1913-1914)
- Issue
- 8 (12.1914)
- Date
- 1914-12-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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?6 Blau-Weiß-Blätter meinen fyerjigen fdjmejier findem öie fronten un öie btöern mit al iren gliöerm" fjierauf folgt regelmäßig öie Derjtcfyerung öes. eigenen HJo^lerg^ens, perbunöen mit öem llusörucf 6er ^offnung, öa& es öem (Empfänger ebenfalls gut g*lje: „erftlicfy feiö rpijfen uhfer aler gefunö, öes gleichen fol id} Ijeren tron enf (eucfy) 3U aler seit un fttmi!''. Bie 3ur Unterfdjrift ü&erleitcnöen Sdjlufformeln, jtnö jiemlid) mannig« faltig, darunter eine gereimte: „öamit befyit enf got frie wn fpot por aler not, öas bit un begert öie enf fyot lib un toert enfer fcbroefter*" Unö nun left einen ötefer Briefe felber! Der Brief ift aus 6er fyebräifdjen Schrift in öie lateinifdje umgef^rieben, fonft ftimmt er genau mit öem ©rigmal überein* Hur diejenigen JDorte, öie im ©riginal nidjt jüöifd}*(öeutfd}), fonöern fyebräifcfy ftnö, ftnö fyier ins Deutfcfye übertragen unö öurdj Kursivfövtft fenntlid) gemalt: Gar vil guter seliger jar, die solen dir weren war1), zu hant mein liben bruder, der fruin un' der klug der teure Khrr2) Afaron — es behüte ihn sein Fels und Erlöser — un zu deinem herzen üben weib, die frum un' die klug Frau Frumet — sie soll leben — un' zu ales was enk lib is. von ersten3) sei4) wissen, liber bruder, das es mich groß wunder nemt, as5) du meiner aso gar ver gest un' mir niks schreibst un' niks antpitst6) un' sogar nit grisen lasen. Drum, liber bruder, bei ich diel), sehreib mir ja ach etliche werter, wen Du den tet7) — er soll leben — briw schreibst, un' jle zeit las mich grisen, un' wen du uns schreibst, da schreib uns al ding ausführlich, liber bruder, du hast geschoben, du hast selten briw von uns, noch vil lenger haben mir8) kein briw gehat von dir. $le zeit in ein halben jar haben mir kein briw von dir gehat. drum schreib oft briw. die mem9) het dir gern ach geschrieben, da hat sie gleich10) ein reschige11) gemacht, Zart hat ein gevaterschaft genomen. ich weis dir auf der zeit niks mer zu schreiben, got — gelobt sei er — sol dich lasen frisch un' gesunt bleiben, das bit un' begert dein Schwester Resel Tochter des Chanach er lebe zu langen Jahren Amen! — Hamerschlak. gris mir mein Hausherrn12) R.13) David mit sein weib Treindel un' ales was in lib is, un' R. Lasel un' Fiiikel un? dein elter schwiger14) un' ales was enk15) Hb is. un mir biten16) dir vil glück zu dein verwandte Rikel, die is zu gutem Glück ein Braut, nemt R. Joels son von Krakau. 2) in Erfüllung gehen, zuteil werden. 2) Kebhod harabh rabbi (die Würde des Herrn Rabbi [eine Anredeformel])i ßj in erster Linie. 4) sollst Du: 5)' daß. «) entbietest, sagen läßt. 7) Vater «) wir. 9) Mama. Mutter. - W) grade, /f) Der Brauqh, zum Beschneidun gsmahl einen großen Kuchen zu backen, in "dem mit Küchenteig umwickelte Ruten „reschige Ruten", (bayr.-österr. resch 1=P knusperig) steckten; ist fijr, Mähren, /.Ungarnund die Schweiz;noch .bisjtin däs vorige Jahrhundert bezeugt. Die Spenderin des Gebäcks, die Mutter, scheint die „Gevatterin" gewesen zu sein! hier Gastfreund. *3) Rabbi. *i Schwiegereltern. 15) Euch. lö) wünschen.