Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 3 (1915-1916)
- Issue
- [1916]
- Date
- 1916-01-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Wenn's aber regnet, fo setzt man sich ins heim, und da ist*s gemütlich. Zunächst haben wir mal zwei richtige Stockwerke. Unten ist die Lüche, das Wohnzimmer und die „gute Stube"; oben find die Schlafraume. Die Einrichtung ist zweckmäßig und einfach. Allerdings gibt*s in der „guten Stube" einen Teppich und einen Schaukelstuhk. Aber deshalb ist's noch keine Stadlwohnung. — Morgens mußten natürlich alle arbeiten: der eine hatte die Strohsäcke auszuklopfen, der die Stube zu putzen, der Lartoffeln zu schalen, ein anderer mußte im nächsten Drt Einkäufe machen. Vor dem Mittagessen aber saßen wir um den großen Tisch im Wohnzimmer und sahen sehnsüchtig nach der Tür, wo schließlich der Loch, mit großen hallo empfangen, mit schwitzendem Aopf und einem riefigen Topfe erschien. Und dann erzählte der Loch beim Essen von neuen Feinheiten,? die er heraus gefunden. So müßte heute die Suppe nach Lalbfleisch schmecken. — Zwar hatte nur mal ein lebendes Lälbchen aus Nachbars Stall in den Topf geguckt. Aber was! Es schmeckte wirklich nach Lalbfleisch .... Der April hat uns übe! mitgespielt. Wenn es beim Essen gutes Wetter war und lachender Sonnen^ schein uns in den Teller schaute, und wir uns gerade einen schonen Spaziergang in den Wald Vornahmen, so fing es natürlich gleich an zu stürmen und zu hageln. So saßen wir denn manchen Nachmittag drinnen in der Stube, fxüelten Schach, lasen, sangen, mufizierten und lachten. Nach dem Abendessen, wenn's dunkel wird, und die Lampe, die überm Tisch hängt, ihr Licht ins Zimmer schickt, dann fitzen wir zusammen und erzählen uns von diesem und jenem ... Erst da lernt man so manchen, der daheim und auf der Fahrt nfcbi aus sich heraus wollte, richtig kennen; erst da fühlt man ganz, wie sehr das Landheim dazu beitragt, uns innerlich näher zu bringen, mit sehr wir gerade im heim zu Lameraden werden, die zusammengehören. Allmählich ist's spät geworden ... Die Llampfe lallt noch ein paar Akkorde und eine Mandoline zirpt: „Ade zur guten Nachts jW wird der Schluß gemacht-*. Cd ln Alfred Me? er rr