Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 3 (1915-1916)
- Issue
- [1916]
- Date
- 1916-01-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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sationslustige Aeitungsblättchen die einzige Verbindung mit der Außen» well bedeuten. Es wird, gottlob, noch lange dauern, bis man uns in Berliner Salons bestätigen wird, daß die Burg auf dem Rechberg und der Marktplatz in Wecker-Heim mit dem hochmütigen hohenlohefchloffe im Hintergrund freilich unvergeßlich bleiben. 8. Da wir nach Möglichkeit nur auf dem Lande um Unterkunft baten, hatten wir meist recht gutes Tuartier. Schnell war die Scheune oder der Stall gerichtet, bereitwillig griffen die Unechte des Gutsherrn zu, breiteten das Stroh über den Boden und versorgten uns mit Kiffen und Decken. Jeder Versuch sich erkenntlich zu erweisen wurde fteundlich aber bestimmt abgelehnt: Dank braucht's nit. ~ Einige Nächte verbrachten wir im freien. Zelte hatten wir nicht. Einmal fand sich zur rechten Zeit ein offener Heuschober. Da kroch man hinein und duselte einige Stunden, bis man geweckt wurde, die Wache abzulösen. Brrrr ... die Nacht war kalt und dunkel, irgendwo leuchtete ein Glühwürmchen, von der nahen Landstraße kamen unheimliche Geräusche. Man dachte an verschollene Indianergeschichten. — Freilich gab es pflichtvergessene, die auf Posten einschliefen.' Die Betreffenden waren am nächsten Morgen Gegenstand allgemeinen Neides. ... % Romantischer noch verlief die letzte Nacht unserer Fahrt. Aus dem Pavillon oben auf dem herzogenhorn hatten uns Sturm und Kälte vertrieben. Spater fanden wir eine leidlich geschützte Lichtung mit einer kleinen Hütte im Hintergründe. Holz war in Fülle vorhanden; bald brannte ein tüchtiges Feuer. Inzwischen hatten einige von uns versucht Einlaß in das Haus zu finden. Sie klopften und riefen; wohl raschelte es drinnen, aber niemand öffnete. Nach vergeblichen Anstrengungen einfach einzubrechen legten wir uns wütend über di« Ungefälligkeit oder Feigheit der Bewohner möglichst nahe an die Flammen, zogen die Decke über den Kopf und versuchten einzuschlafen. „Wos ist denn dos? Wer seid denn ihr?" Erschrocken sprangen wir auf. Unser Feuer beleuchtete zwei bärtige, wenig vertrauenerweckende Kerle, die übrigens mehr Angst vor uns zu haben schienen als wir vor ihnen. Jedenfalls traten fie erst näher, als wir unsere harmlofigkeit mehrfach betont hatten. Die vermeintlichen Räuber