Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 3 (1915-1916)
- Issue
- [1916]
- Date
- 1916-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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5; Wir madjiett, tafs not, ziemlich stramme Märsche; freilich ohne den Ehrgeiz möglichst viel Ailometer herunterzureißen. Wirklich geklotzt wurde selten; man Halle stets Zeit nach rechts und links zu schauen. Weniger Begabte schafften sich trotzdem Blasen an. Da wir nur über zwei Binden verfügten, verlief der Heilungsprozeß in allen Lallen günstig. Am Vormittag schafften wir womöglich den größeren Teil der Tagesstrecke. Besonders wenn am Nachmittag die Berge kamen. Vor denen hatten manche höllischen Respekt. Sie kamen deshalb auch immer erst hinauf, wenn die Sonne eben nntergegangen war. — 6. Wandern erzieht zur Kameradschaftlichkeit. Mit noch größerer Berechtigung sei gesagt, daß es Wange! an Aameradschaftlichkeit aufdeckt. Wan lernt sich so gut kennen auf der Fahrt. Von den feinen Beziehungen von Wensch zu Mensch, die der Wanderung ihre Eigenheit geben, will ich nicht reden. Das muß man erleben, erfühlen, nicht mit plumpen Worten schildern. Aber eins muß, wer mit uns geht, wissen: er ist nicht nur sich selbst, er ist auch den anderen für das Gelingen der Fahrt verantwortlich. <Er>.: zwungenen Gehorsam, erheuchelte Fügsamkeit verachten wir. Wir. erwarten freiwillige Unterordnung des Einzelnen unter das Wohl aller. Weil nur Notwendiges gefordert wird, darf man, trrt's not> mehr als das Notwendige verlangen. 7. Die Gegend, die wir durchzogen, ist schön und unbekannt. Bis auf weiteres reist „man" noch nicht in die schwäbische Alb oder nach dem Hegau. Nur auf Rothenburg stürzt sich der Schwarm der Tollrißen, nistet sich dort auf einige Tage ein und bringt alle Unruhe -er großen Wett in die stillen Gäßchen zwischen dem plönlein und dem Burgtor. Seitdem vor 6, 3 Zähren der Waffenbesuch einsetzte, hat Rothenburg viel von seiner Schönheit verloren. Diese Städte, diese Burgen vertragen zu lautes tob nicht. Still und selbstverständlich fügen sie sich der Landschaft ein. Die hohen, roten Giebel der kleinen Häuser sind mit Woos bewachsen, an den trotzigen Wauern rankt der Efeu, in der geborstenen Wand des uralten Stadttors wurzelt eine knornge Weide... So ist Dinkelsbühl, so find hundert Flecken und Dörfer, für die der Agl. Württembergische Postwagen und das garmchr few