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Blau-Weiss-Blätter · 1913-10-01 · 7 (10.1913) · page 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
1 (1913-1914)
Issue
7 (10.1913)
Date
1913-10-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Blau-Weiß-Blätter 9 wo? In einer Kneipe!! Gott sei Dank, es war das letzte Mall Denn zum Lachen war der Witz wirklich schon zu alt. In Öderbexg holten wir unseren Freund. Herrn Lesser, ab, der sehr erfreut war und uns müden Wanderern einen Hut voll Pflaumen gab. Kurz hinter Bralitz kochten wir ab und mischten dabei wenigstens 3 Suppen zusammen Natürlich ging der Spiritus aus, aber Herr Lesser holte mit dem Rade neuen, und wir konnten uns vollauf sättigen. Nachher gingen wir noch bergauf, bergab nach Freienwalde. Dann dankten wir Herrn Lesser und fuhren nach Berlin zurück. Mit jüdischem Wandergruß! Kurt Joseph, Berlin. Mitteilungen Der Jüdische Wanderbund „Blau-Weiß" in Mülhausen im Elsaß beteiligt sieb von jetzt ab an der Heransgabe der „Blau-Weiß-Blätter'Y Kriegsspiel der Berliner am 23. November 1913. An dem Kriegsspiel nehmen alle 4 Züge teil. Der 1. und 3. Zug bilden, die „blaue", der 2. und 4. Zug bilden die „rote" Partei Aufgabe: Die Gosener Berge sind eine blaue Festung. Gegen die Festung, bewegen sich von Nordosten und Südwesten her 2 rote Truppenteile. .Oer eine (2. Zug) hat am 23 November. 10 Uhr vormittags, mit der Spitze den Westeingang * von Friedrichshagen auf der Chaussee nach Erkner erreicht, die Spitze des anderen roten Truppenteils befindet sich zu der gleichen Zeit auf der Chaussee Grünau—Schmöckwitz, 600 m westlich vom Bahnhof Grünau. Auf der Chaussee Köpenick—Müggelheim nahen zum Schutze der Festung blaue Truppen heran (1. und 3. ..Zug), die am 23. Novomber 1913 um 10 Uhr vormittags etwa 3 km westlich von Müggelheim bei der scharfen Umbiegung der Chaussee nach Süden halten. Die blaue Festung ist stärker als die einzelnen Truppenteile von Rot; ebenso ist die blaue "Schutzarmee stärker als j eder der einzelnen roten Truppenteile, dagegen schwächer als die vereinigten roten Truppen. Stärkeverhältnisse und Stellungen-- der Truppen sind beiden Parteien durch Aufklärung bekannt geworden. " „• Blau beabsichtigt, die roten Truppen vor ihrer Vereinigung einzeln zu stellen, anzugreifen und zu schlagen. Rot will seine Truppenteile vereinigen, um sie gegen die blaue Schutzarmee und sodann gegen die Festung zu führen. Es^ wird a n genommen, daß das rückwärtige, westlich der Ausgangspunkte, zwischen den drei Chausseen gelegene Gelände völlig unwegsamer Sumpf ist, der auch für Patrouillen nicht passierbar ist. Die blauen Festungstruppen werden nicht dargestellt, sondern sind nur angenommen. Besondere Anordnungen: Blau trägt weiße, Rot trägt rote Armbinde am rechten Oberarm. Außerdem trägt jeder Wanderer einen Wollfaden fest um den linken Arm. Der Kampf wird durch Abreißen der Wollfäden dargestellt. Die Schiedsrichter tragen weiße Armbinden an beiden Oberarmen. Um 10 Uhr stehen der 1. und 3. Zug, (Blau) 3 km westlich vom Müggelheim. 2. Zug (Rot) am Wesleingang von Friedrichshagen, der 4. Zug fRot) 600 m westlich von Grünau in den oben näher bezeichneten Stellungen. Der Kriegszustand beginnt 10 Uhr 15 Minuten. Vorher darf von keiner Partei etwas unternommen werden. Es ist in Aussicht genommen^ daß sich bei der blauen Partei ein Rad% fahrertrupp befindet. Wanderer aus 'allen Zügen, die als Radfahrer teilnehmen wollen, melden sich bis zum 15. November bei stud. med. Hans Hirsch, Droysenstr. 8, Tel. Steinplatz 2452.

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