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Blau-Weiss-Blätter · 1913-07-01 · 4 (7.1913) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
1 (1913-1914)
Issue
4 (7.1913)
Date
1913-07-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Blau-Weiß-Blätter unter nicht geringerem Beifall folgen. Dann gab es Kakao und furchtbar viel Kuchen, an dem wir uns fast den Magen verdarben. Dann zogen wir gestärkt und gelabt und vergnügt los und erreichten nur knapp den Zug. Er wäre auch weggerahren, wenn sich „mein Wanderbruder Joseph" nicht auf die Schienen vor den Zug gelegt hätte, bis wir alle drin waren. Die Fahrt endete so vergnügt wie sie angefangen hatte — nur waren wir etwas müder und schmutziger! Um 9 lagen wir in den Armen unserer Eltern — um l/t\0 in den Armen unsrer warmen Betten! Hanne Roth. Judith L i c h t e n s t e i av 1. Klasse. Breslau,. Eine schöne Frühwanderung Ein wunderbarer Tag brach an, als wir dem Südpark zustrebten, um von dort aus um 5"X'hfTrriseTe"tiaibtagsfahrt anzutreten. Als letzter erschien xMarcus, der wegen dieser Verspätung in selbstloser Weise die Führung an Neumann, der zuerst zur Stelle gewesen war, abtrat. So zogen wir also, 7 Mann stark, gen Klettendorf. Zwischen Klettendorf und Bettlern studierten wir, zwischen den Feldern dahingehend, Getreide- und Gemüsearten. Da sich bei uns darin große Unwissenheit zeigte, machte iMarcus den Vorschlag, die Wanderer sollten sich mehr als bisher für Pflanzen und Vögel interessieren; denn einige Kenntnis darin erhöht den Genuß an den Fahrten. Hinter Bettlern wurde um b1/» Uhr die erste Rast gemacht. Angenehme Sonnenwärme löste die Morgenkühle ab. Dann ging's über Zweibrodt, ein sehr schön gelegenes Dorf, nach Opperau, wo ein Geländespiel das gemeinsame Wandern unterbrach. Unter Gesang und Lautenklang zogen wir durch Groß- Mochbern nach Stachwitz, wo wir die längste und schönste Rast des Tages hielten. Irrtümlicherweise gelangten wir mitten in Getreidefelder und wanderten in brennender Mittagssonne auf verbotenen Wegen und schattenlosen Feldrainen, wo wir ein Rebhuhnfamilienleben störten. Die Richtung auf Neukirch wurde jedoch innegehalten. Ueber Neukirch, Mariahöfchen und Gandau erreichten wir die Stadtgrenze, wo wir die elektrische Bahn bestiegen. Wir freuten uns alle über die schön gelungene Fahrt und" dankten dem prächtigen Wetter und der tüchtigen Führung Neumanns. Kurt W i e n e r, Breslau. Eine Mittagsrast an der Nuthe Nach einem flotten Marsche und nach vielen Irrfahrten gelangten wie auf verbotenen Wegen zur Burghscherei. Hier wurde beschlossen zu rasten. Auf einer kleinen Wiese an der Nuthe lagerten wir uns» Einige von uns holten ans der nahegelegenen Bauernwirtschaft Wasser zum Abkochen. Bald bekäme» wir Gäste, nämlich eine Kuhherde, die ziemlich keck neben uns weidete. Hoffentlich langweile ich Euch nicht, liebe Wandrerinnen und Wanderer, wem*

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