Mannheim
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Blau-Weiss-Blätter · 1913-05-01 · 2 (5.1913) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
1 (1913-1914)
Issue
2 (5.1913)
Date
1913-05-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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s über unsere Haltung und unser Tempo und sprach den Wunsch aus, seinen Sohn mitwandern zu lassen. xMöge nur unser Wanderbund öfters durch seine Leistungen solche Erfolge erzielen. Mit lautem Hedad! Paul Graetz, Berlin. Die zweitägige Pfingstwanderung der Mädchen zum Werbellinsee in der Mark. Nach einer sehr gemütlichen Fahrt im engen Coupe stiegen wir in Biesenthal aus. Stundenlang gingen wir durch wundervollen Wald und über schöne Wiesen. An einem kleinen Flußchen, über das wir springen mußten, trat eine der Damen, die mit uns Mädchen wanderten, zu kurz und plumpste der Länge nach rein. Dann kamen wir an einen breiten Bach, zogen Schuhe und Strümpfe aus und wateten durch. Am Samnitsee kochten wir ab. Da uns unten am See zu viel Fliegen waren, gingen Elsa Rosenblüth, Grete Lüßner und ich in den Wald» wo wir sehr gemütlich ganz allein abkochten. Um 9 Uhr abends kamen wir in Heegermühle an, aßen Abendbrot und gingen noch schnell nach Messingwerk. Sehr vergnügt und befriedigt kamen wir in unser Logis zurück. Qrete, Elsa und ich schliefen vor 12lA Uhr nicht ein. Morgens um 4*/* Uhr standen wir auf und gingen um 57* Uhr hinunter. Da noch alles zugeschlossen war, kletterten wir durchs Fenster und dann vom Garten aus über den Zaun, der mit hohen Zinken versehen war. Bald wären wir wieder in Messingwerk angelangt. Die wenigen Dorfbewohner saßen vor der Tür. Sie alle kannten Elsa; da sie aus Messingwerk stammte. Jeder redete uns an und bat, daß wir ein Lied singen und spielen sollten; Elsa hatte nämlich eine Mandoline mit. Auch ein Mann, der eine Schokoladenfabrik hatte, bat um ein Lied; wir sangen sogar zwei, worüber er sehr glücklich war und uns eine Tüte mit sauren Bonbons und etwas Konfekt schenkte. Keinen Schritt konnten wir tun, ohne daß es hieß: „Ach, das ist ja Fräulein Rosenblüth", ^da ist ja Elsa*, „guten Tag, Elsa, kennst du uns noch?" Obgleich Elsa keine Ahnung hatte, wer das alles war, tat sie wie mit ganz alten Bekannten. Dann gingen wir in einen großen Garten. Da er noch verschlossen war, kletterten wir über verschiedene Mauern. Als es uns aber auf der Erde nicht gefiel, stiegen wir auf einen Fliederbaum. Dort spielten und sangen wir, überhaupt waren wir sehr fröhlich. Dann wurden wir zu Kaffee und Kuchen eingeladen bei Leuten, die uns ganz fremd waren, die nur Elsa kannte: es war sehr gemütlich! Gegen 10 Uhr morgens zogen wir aus Messingwerk über den Mäcker- und Bukowsee nach dem Werbellinsee. Dort kochten wir ab und rasteten. Dann gingen wir um den ganzen (Wirklich?? F. R.) Werbellinsee

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