Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 1 (1913-1914)
- Issue
- 2 (5.1913)
- Date
- 1913-05-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Blau-Wciß-felättef 5 werden und den Wanderern in möglichst großer Zahl die Erlernung von Begleitinstrumenten ermöglicht werden. Die Wanderer sollen in der Benützung von botanischen und mineralogischen Bestimmungsbüchern unterwiesen werden; auf Nachtwanderungen in den Mysterien des Sternenhimmels. Es ist Sache des Führers unter all* dem das herzliche Verhältnis zwischen ihm und den Wanderern nicht ersticken zu lassen. Fröhlichkeit und offenes Herz und verständnisvolles Auge für Schönes und Gutes mögen all* unseren Bestimmungen inniges Leben verleihen! Ueber weitere Einzelheiten näheres in den Fahrtberichten! Gersuny, Wien. Von Fahrten und Rasten. Das Kriegsspiel bei Neuemühle. Am ersten Sonntag im Mai wanderten wir Berliner durch ein paar schöne märkische Dörfer. Auf der Wanderung hielten -wir Rast und beschlossen, ein Kriegsspiel zu veranstalten. Abseits der Kablower Ziegelei teilten wir uns in zwei besondere Gruppen. Die Führer waren Herr Burin und Herr Sommer. Obwohl unsere Partei an Zahl schwächer war, marschierten wir frohen Mutes von dannen, um Neuemühle zu besetzen. Vorher hatte noch der feindliche Führer Burin, als sich einige seiner Leute über die an Zahl wohl stärkeren, aber an Alter weit unterlegenen Kräfte ihrer Gruppe aufhielten, gesagt, daß es nicht auf die Kraft, sondern auf die Intelligenz der Armee ankommt. So waren wir unseres Sieges/doppelt sicher und liefen tapfer darauf zu. Nachdem wir etliche hundert xMeter zurückgelegt hatten, trafen wir eine kleine Abteilung von Wandervögeln. Wir begrüßten sie mit einem kräftiger? „Gut Heil** und gingen weiter. Jetzt kamen wir durch eineA schluchtartigen Weg. Hier konnten wir nicht überfallen werden, und daher brauchten wir keine besonderen Patrouillen auszusenden. Ebenso war kein Ausschwärmen nötig. Auf dem Marsche sangen und pfiffen wir mutige Soldaten- und Wanderlieder. Wir hatten wohl einige Kilometer zurückgelegt, als unser Führer Sommer eine Zeitung hervorzog und uns die Abbildung der Mitglieder einer Palästinawanderung zeigte. Dann gab er die Zeitung dem Wander- und Literaturfreund Grätz, welchd^ natürlich, eifrig lesend, mehr und mehr hinter uns zurückblipb/ Wir marschierten weiter westwärts und hielten einige Minuten Ausschau. Doch keiner unserer Feinde war zu sehen. Sf Ivanderten wir wohl noch eine halbe Stunde, als wir von FerrpJpCönigswusterhausen sahen. Jet^t wußten wir, daß wir bald feuernü hie erreichen würden. So schritten wir weiter. Zur reclen Seite sahen wir Sandberge, Bald erreichten wir Niederlege, Nun liefen wir