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Jüdisches Jahrbuch für Sachsen und Adressbuch der Gemeindebehörden, Organisationen und Vereine · 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 144

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für Sachsen und Adressbuch der Gemeindebehörden, Organisationen und Vereine
Volume
1931-1932
Date
1931-01-01
Page
Seite 144 (sequence 144)
Language
German
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Gemeinsames Ziel ist, eine thoratreue akademische Schicht heranzubilden durch Pflege jüdischer Wissenschaft in echt jüdischem gesetzestreuem Geiste, insbesondere in den Jahren, die für die Persönlichkeitsentwicklung des jungen Studenten von ausschlaggebcner Bedeutung werden. Der B. J.A. will zu jüdischem Selbstbewußtsein, das ihm ein religiösnationales ist, erziehen. „Die Zugehörigkeit zum jüdischen Volke mit gemeinsamer Geschichte ist die Grundlage der Verpflichtung zur Wahrung des Gesetzes, das der Nation anvertraut ist." Der B. J. A. will seine Mitglieder zu der Ueberzeugurig erziehen, daß Selbständigkeit im Denken mit getreuer Uebung des Gottesgesetzes vereint und, daß nur die Souveränität des jüdischen Gesetzes in allen Einzelheiten die Richtschnur seines Handelns sein soll. Er weiß sich frei von jeder politischen Einstellung und überläßt jedem Einzelnen seine irgendwie geartete Stellung zu gemeinde- und parteipolitischen Meinungen, er will so eine Erziehung von höherer Warte in Richtung einer bestimmt formulierten jüdischen Weltanschauung geben. — Der Bund umfaßt heute über 700 Mitglieder. Verbindung jüdischer Studenten, Hatikwah im K. J. V. Leipzig-CI, Carolinenstraße 11, Haus Wettin. Erstchargierter: Julian Gurewitsch, Leipzig-C I, Beethovenstraße 14. Fernsprech-Nr. 16909. Zweck und Ziel: Die im Kartell jüdischer Studenten vereinigten Verbindungen, zu denen die im Jahre 1919 gegründete Verbindung jüdischer Studenten, Hatikwah gehört, bezwecken, junge jüdische Akademiker zu Männern zu erziehen, die im Bewußtsein der unlöslichen Verknüpfung des jüdischen Volkes mit Palästina bereit sind, an der Erneuerung jüdischer Kultur und an dem Wiederaufbau Palästinas teilzunehmen. Bezirksverband Mitteldeutschland im K. J. V. Geschäftsstelle: Dr. Ludwig Goldwasser, Leipzig-CI, Hainstraße 7. Fernsprech-Nr. 20638. Präsidium: Professor Dr. Rosenbaum, Dr. Hans Abelsohn, Dr. M. Wulff, Dr. Goldwasser. Zweck und Ziel: Der Bezirksverband umfaßt die Verbindungen und Alt-Herrenschaften des K. J. V. in den Ländern Sachsen, Thüringen, Anhalt und Prov. Sachsen. Jüdischer Studentenverein, Leipzig. Leipzig-CI, Moritzstraße 23. Fernsprech-Nr. 22925. Vorsitzender: Dipl.-Oek. M. Fischmann, Leipzig, Täubchenweg 90. Weitere Mitglieder des Vorstandes: Cand. agr. A. Kaczor (Sekretär), Stud. phil. Raffailowitsch (Kulturleiter und Kassierer). Kontrollkommission: Dr. jur. Karl Herling, cand. med. dent. Kaleff. Zweck und Ziel: Der Jüdische Studentenverein ist aus dem „Wirtschaftsverband jüd. Studierender in Leipzig" (gegr. 1922) hervorgegangen und hat sich nach Konstituierung dem „Verband Jüdischer Studentenvereine in Deutschland e.V.", Berlin, im Jahre 1925 angeschlossen. 144

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