Jüdisches Jahrbuch für Sachsen und Adressbuch der Gemeindebehörden, Organisationen und Vereine
- Journal
- Jüdisches Jahrbuch für Sachsen und Adressbuch der Gemeindebehörden, Organisationen und Vereine
- Volume
- 1931-1932
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 143 (sequence 143)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3140913-3140914--144-3141066- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Studentische Vereinigungen Verbindung im K. C. Saxo — Bavaria. Anschrift: Winzerkeller, Leipzig-CI, tioethestraße 8. 1. Chargierter: Helmuth Meier. 2. Chargierter: Franz Feuerstein. Zweck und Ziel: Die Verbindungen im K. C. stehen auf dem Boden deutschvatei ländischer Gesinnung. Sie haben zum Zweck den Kampf gegen den Antisemitismus in der deutschen Studentenschaft und die Erziehung ihrer Mitglieder zu selbstbewußten Juden, die einen durch Geschichte, Kultur- und Rechtsgemeinschaft mit dem deutschen Vaterlande unlöslich verbundenen Volksteil bilden, jederzeit bereit und imstande sind, für die politische und gesellschaftliche Gleichberechtigung der Juden einzutreten. — Der K. C. lehnt die Bestrebungen zur Lösung der deutschen Judenfrage außerhalb Deutschlands ab. — Zu politischen und religiösen Sonderbestrebungen innerhalb des Judentmus nehmen die Verbindungen im K. C. keine Stellung, soweit dies nicht durch Absatz 1 und 2 bedingt ist. Alt-Herrenverband der Verbindung im K. C. Saxo — Bavaria e. V. Leipzig-CI, Hofmeisterstraße 1. Fernsprech-Nr. 20672. Vorsitzender: Dr. med. Hans Goldmann, Facharzt für Chirurgie und Urologie. Weitere Mitglieder des Vorstandes: Ernst Cohn, Leipzig. Der Alt-Her renverband wurde im Jahre 1920 gegründet. Zweck und Ziel: Die K. C-Verbindungen, die an fast allen deutschen Universitäten, die jüdische Studenten aufweisen, bestehen, haben den Zweck, einerseits die Gleichberechtigung der Juden auf akademischem Boden zu verfechten» andererseits die jüdischen Studenten zu Männern heranzuziehen, die auf jede Weise für die Gleichberechtigung der Juden einzutreten imstande sind. Sachlich verficht der K. C. den Kartell-Convent der Tendenzverbindungen deutscher Studenten jüdischen Glaubens. Er verwendet dabei die Formen des studentischen Lebens. So tragen die K. C.-Verbindungen Couleur und stehen im Prinzip auf dem Boden der Satisfaktion. In neuerer Zeit spielt auch der Sport eine große Rolle. Vorsitzender des K. C. ist der Direktor des Zentralvereins, Dr. Ludwig Holländer (Berlin). Dem K. C. gehörte der verstorbene Reichstagsabgeordnete Dr. Ludwig Haas an; zu den um den K. C. verdienten Männern gehört Gemeinderabbiner Dr. Felix Goldmann (Leipzig). Vereinigung jüdischer Akademiker (im B. J. A.). Leipzig-CI, Waldstraße 41. Fernsprech-Nr. 16865. Präsidium: Cand. med. Leon Rosenbaum (Adresse siehe oben), Dr. Oskar Dzialowski, David Sonnenschein. Als „Stammtisch" von einer Anzahl früher aktiver Mitglieder im Jahre 1917 gegründet, ist die Umwandlung in die „Vereinigung jüdischer Akademiker Leipzigs44 im Jahre 1925 vorgenommen worden. Mit den in verschiedenen Universitätsstädten bestehenden Organisationen gleicher Tendenz bilden sie den „Bund jüdischer Akademiker44. 143