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Jüdisches Jahrbuch für Sachsen und Adressbuch der Gemeindebehörden, Organisationen und Vereine · 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 71

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für Sachsen und Adressbuch der Gemeindebehörden, Organisationen und Vereine
Volume
1931-1932
Date
1931-01-01
Page
Seite 71 (sequence 71)
Language
German
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Leitgedanke für diese Art der Aufsätze war und ist immer das Streben, für das Judentum, seine Vergangenheit und seine Gegenwart, in seiner Gesamtheit und in seinen einzelnen Teilen und ganz besonders für seine Erscheinungsformen in Leipzig Interesse zu erwecken. Darum wechselten Aufsätze aus der jüdischen Geschichte, Literatur* der jüdischen Lehre und ihren Ausstrahlungen auf das gegenwärtige Leben mit Betrachtungen über die Vergangenheit der Juden in Leipzig, der hier bestehenden Organisationen und den Neugestaltungen jüdischen Lebens in unserer Gemeinde. Dienen diese allgemeinen Aufsätze der Erweckung von Teilnahme am Judentum im allgemeinen, so mußte für das Interesse am üemeindeleben eine andere Gruppe von Veröffentlichungen herangezogen werden. Der Stolz auf die eigene Gemeinde, ebenso wie die Erkenntnis der Notwendigkeiten, die in ihr durchgeführt werden müssen, wird wesentlich gefördert durch den Vergleich mit dem Leben in anderen, ähnlich gearteten Gemeinschaftsbildungen. Aus diesem Gedanken heraus legen wir großes Gewicht darauf, im Gemeindeblatt in einer ständigen Rubrik von den bedeutsamen Vorgängen in den Gemeindeverbänden, insbesondere dem größten unter ihnen, dem preußischen Landesverbände, und in den einzelnen Gemeinden Kenntnis zu geben. Gerade hier zeigt sich die Gleichartigkeit ebenso wie die Verschiedenheit der Gemeinden in ihrem Aufbau und in ihren Einrichtungen, und es wird dem eifrigen Leser die Möglichkeit nahegebracht, zu erfahren, was in den anderen Gemeinden geschieht, und inwieweit es auch in unserer Gemeinde verwirklicht werden könnte, oder von uns wegen der Besonderheit unserer Gemeinde abgelehnt werden muß. Es gibt wohl kaum ein geeigneteres Mittel als dieses, um den Gemeindesinn lebendig zu erhalten oder ihn zu wecken. Im weiteren Sinne gehören hierhin auch die Berichte über die großen jüdischen Organisationen, in denen das jüdische Leben der verschiedenen Richtungen und Wohlfahrtsverbände Ausdruck findet. Wir kennen naturgemäß keinen Unterschied zwischen den einzelnen Richtungen und geben die Berichte in rein tatsächlicher Darstellung wieder, wobei wir sorgfältig vermeiden, irgendein Werturteil in ihnen in Erscheinung treten zu lassen. Gerade hierbei bedarf es eines großen Maßes von Taktgefühl, um nicht an einer Seite ein Zuviel zu veröffentlichen und sich dem Vorwurfe auszusetzen, daß man irgendeine Richtung vorzugsweise behandelt habe. Mit großer 71

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