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Zion · 1938-09-01 · 6 (9.1938) · p. Seite 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
10 (1938)
Issue
6 (9.1938)
Date
1938-09-01
Page
Seite 13 (sequence 15)
Language
German
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und Futter, 70 Dunam bewässerter Futterbau, 75 Dunam Pflanzungen, 30 Dunam Garten und Baumschule. Der Rest entfällt auf Wohnbezirk, Wirtschaftsbauten und Ziergärten. Die Viehwirtschaft wird einen Kuhstall von 25 Milchkühen und Nachzucht umfassen, Hühnerstall für 1000 Legehennen mit elektrischer Brut und Aufzuchtbetrieb sowie 5 Zugtiere für Arbeitsbedarf der Landwirtschaft. Die günstigen Möglichkeiten für Schafhaltung und Bienenzucht, Einrichtung einer kleinen Molkerei und eines Gemüseverwertungsbetriebes sollen späterhin ausgenu^t werden. Für Mädchen bieten Haus und Küche außerdem weitere Lernmöglichkeiten. Eine Schlosserei, die dem Betrieb angegliedert ist, führt alle anfallenden Eisenarbeiten und Reparaturen aus und soll neben diesem Zweck die Kenntnisse im Gebrauch von Handwerkszeug und in der selbständigen Erledigung selbst größerer Reparaturen und Arbeiten fördern. Mit der Zeit ist eine Spezialausbildung in diesem Beruf vorgesehen. Ebenso ist an die Einrichtung einer Tischlerei gedacht. Die Arbeitszeit beträgt im ersten Jahr 4—5 Stunden täglich. Die verschiedenen Abteilungen werden drei- bis viermonatlich gewechselt. Das le^te Halbjahr wird nach freier Wahl in einem Betriebszweig verbracht. Eine statistische Buchführung in allen Abteilungen der Wirtschaft verschafft den Jugendlichen einen ständigen Ueberblick über den Stand des Gesamtbetriebes und seinen Ablauf. Die Führung von Tagebüchern veranlaßt sie, die Erfahrungen des Arbeitstages für dauernd festzuhalten. Erwähnenswert ist, daß von den etwa 120 Jugendlichen, die das Kfar in den nächsten Jahren aufnehmen kann, 75 Prozent in den verschiedenen landwirtschaftlichen Zweigen arbeiten wird. Der theoretische Fachunterricht umfaßt grundlegende Fächer wie Botanik, Zoologie, Chemie usw. sowie speziellen Unterricht in den Einzelgebieten wie Gemüse- und Pflanzenbau, Viehhaltung usw. Fachseminare am Ende jedes Halbjahres behandeln Einzelthemen aus den Interessengebieten der Landwirtschaft. Wissenschaftliche Feld- und Laboratoriumsversuche, das Anlegen und Pflege von naturwissenschaftlichen Sammlungen erweitern neben Lektüre einschlägiger Literatur die Kenntnisse über das rein Fachliche hinaus und sollen die Jugend in die Lage versehen, auch später durch selbständige Fortbildung mit der wissenschaftlichen Entwicklung ihres Berufes Schritt zu halten. Wichtig ist die vorzügliche Lage des Kfar in einer von der Natur begünstigten Gegend, die der Jugend die Gewöhnung an das Landleben erleichtert und ihre Verwurzelung in Beruf und Natur beschleunigen wird. Wenn auch das Leben der Gemeinschaft in seinem Ablauf von den Bedürfnissen der Arbeit bestimmt werden muß, so wird das 13

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