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Zion · 1938-09-01 · 6 (9.1938) · p. Seite 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
10 (1938)
Issue
6 (9.1938)
Date
1938-09-01
Page
Seite 10 (sequence 12)
Language
German
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der Agudat Hacharedim, der Poale Agudat Jisrael, der Gruppen der Sephardischen, temanitisdien usw. religiösen Organisationen. Sie alle haben neben dem eigentlichen „Lernen" Vorträge über aktuelle Themata (kjdth Ka'ajra), die in Beziehung gesetzt werden zur Sidra, Haladia und Agada. Unter all diesen Gruppen sei nur eine auf kulturellem Gebiet besonders rührige erwähnt: der (politisch neutrale) rinnen naSS g^j?s der außer täglichen Schümm in den verschiedenen Disziplinen jüdischen Lernens in je zwei Veranstaltungen am Freitag Abend und Schabbat Nachmittag Referenten aus führenden Kreisen des religiösen Jischuw über wissenschaftliche und aktuelle Fragen zu Worte kommen läßt. Nicht erheblich sind dem gegenüber die Leistungen, die die deutsche Ali ja aufzuweisen hat, wenn man die führende Stellung vor Augen hat, die seit Mendelsohn das Judentum Deutschlands in der Entwicklung der jüdischen Kultur eingenommen hat. In diesen Blättern ist so oft von dem entscheidenden Einfluß des Kibbuz Rodges auf die Gesamtheit des religiösen SiedlungsWerkes gesprochen worden, daß hierbei nicht nochmals zu verweilen ist. Hat der städtische Jischuw (von dem hier nur die Rede ist) dem etwas an die Seite zu setzen? Deutsche Olim haben eine Anzahl gehobene Schulen geschaffen, deren Lehrplan sich dem Geist des Landes angepaßt hat, und die einen guten Klang haben. Sie sind, soviel man hört, nicht der Gefahr verfallen, heimische Tradition zu pflegen und Scheidewände gegenüber den bestehenden Institutionen aufzurichten, und suchen die drüben erlernten pädagogischen Disziplinen im neuen Milieu zu bewähren. Eine, die verschiedenen Zweige gemeindlicher Tätigkeit umfassende, Organisation ist in Tel Aviv ferner im Ichud-Schiwat-Zion entstanden (der Name erklärt sich daraus, daß zwei parallele Gruppen Ichud und Schiwat Zion zu gemeinsamer Arbeit fusioniert sind). Der Verband hat z. Zt. etwa 925 zahlende Mitglieder, verfügt über drei Synagogen mit zusammen etwa 1000 Plätzen. Drei Rabbiner, die aus Berlin bekannnten Dr. Emil Nathan Levy und Wilhelm Ephraim Lewy und Dr. Nacht aus Rumänien betreuen diese „Aguda Datit-Leumit". Sie besitzt eine eigene sehr gut arbeitende Chewra Kadischa, die hier, wo die Beerdigungen nur wenige Stunden nach dem Ableben stattfinden, vor außerordentlich schwierigen Aufgaben steht, und die das bisher keineswegs erhebende Bild der Levajot in entscheidender Weise umgestaltet haben. Ebenso wertvolle Arbeit wird von der sozialen und der Kultur-Kommission geleistet. Eine monatlich erscheinende Verbandszeitschrift (hebräisch und deutsch) sorgt für Informationen der Mitglieder und hält den Kontakt unter ihnen aufrecht. Bedauerlich ist, daß hier die Arbeit nur zu einem unbedeu- 10 /

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