Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 10 (1938)
- Issue
- 5 (8.1938)
- Date
- 1938-08-01
- Page
- Seite 15 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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%ku& rfci? föew&gung Am 26. Juli 1938 fand die Landeskommissionssitzung des Keren Tora wa'Awoda für Deutschland in Berlin statt. Eugen Michaelis- Hamburg referierte über die Arbeit im vergangenen Jahr. Er ging von den technischen Bedingungen der Sammelarbeit aus und reihte diese dann in eine Gesamtbetrachtung der Lage der Judenheit in Deutschland ein. Wenn auch die Schwierigkeiten der Auswanderung die Menschen im Spenden zurückhaltender machen, weil sie für sich selbst keinen sichtbaren Erfolg merken, konnte der Keren Tora wa' Awoda trotz der weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage der Juden in Deutschland eine erhebliche Steigerung seiner Einnahmen verzeichnen. Es gelingt trot5 aller Schwierigkeiten den Sammlern fast immer Interesse für den religiösen Palästinaaufbau zu gewinnen. In der Aussprache wies Herr Dr. Grünberg auf die Einheitlichkeit der Arbeit des Misrachi und des Keren Tora wa'Awoda hin. Dr. Laupheimer betonte die Schwierigkeit der Arbeit und sprach der Leitung des Keren Tora wa'Awoda den Dank für ihre hingebungsvolle Tätigkeit aus. Felix David regte an, die Lehrer für unsere Arbeit zu erfassen. M. Kanarek verlangte, eingehendere und schnellere Information der Mitarbeiter. Dr. Blum schlug die weitere Aufführung des Film „Weg in die Wirklichkeit" vor. Arieh Händler betonte die Bedeutung des Keren Tora wa'Awoda für die Hachschara und Jugendarbeit. In einem weiteren Referat sprach Dr. Josef Burg über misrachistische Siedlungsarbeit in Palästina. Seit 1933 sind 352 Familien mit ungefähr 1500 Siedlern angesiedelt worden. Hervorzuheben ist der Kibbuz Rodges, der für viele andere Betriebe vorbildlich und der Ausgangspunkt weiterer Siedlungen, u.a. auch von Tirat Zwi geworden ist. Die erforderlichen Investitionen sind noch nicht im vollen Umfange durchgeführt, so fehlen z. B. in Sde Jaakow noch 20 Siedler. Wegen der zu geringen Zahl der religiösen Siedlungen konnte die für die religiöse Jugendalija bestimmte Quote nicht voll ausgenu^t werden; man hofft, daß das Kfar Noar Dati, zu dessen Leiter Eugen Michaelis bestimmt ist, bald die Möglichkeit haben wird, Zertifikate zu erlangen und 130 Jugendliche aufzunehmen. In der sich an das Referat anschließenden Aussprache wies Dr. Harry Levy auf die Siedlungspläne des Misrachi hin. Frau Dr. Blau bemängelte das Fehlen von Zentren für religiöse Mädchen in Palästina. Frau Dr. Zun£ betonte, daß die Wizo-Institutionen für unsere Mädchen nicht geeignet seien, wenn auch die Möglichkeit besteht, daß die Mädchen dort religiös leben. Der Misrachi muß sich nur um diese Mädchen kümmern. Die Tagung schloß mit einem Abschied für Eugen und Eva Michaelis und Frau Dr. Zuntz, die in kurzer Zeit zur Alija kommen. In Resolutionen wurde ein Appell an alle Freunde des religiösen Palästina-Aufbaus gerichtet, das Werk des Keren Tora wa'Awoda zu 15