Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 10 (1938)
- Issue
- 5 (8.1938)
- Date
- 1938-08-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3133276-3139388-3139393--1357-3140886- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Unterstufen, wobei darauf hingewiesen wurde, daß Tausende religiöse Juden aus Deutsdiland unter Mitwirkung des Ktwa Ausbildung und Einordnung im Lande gefunden haben. Von allen Misrachisten und Freunden des religiösen Palästina wird voller Einsaß durch Mitarbeit und materielle Leistung für den Ktwa erwartet. Die der Tagung vorliegende Jahresabrechnung für das Jahr 1937 gab einen interessanten Einblick in die manigfaltigen Leistungen des Fonds für Palästina-Transfer, Tarbutarbeit, Unterstüfung des Geringhofs und der übrigen Hachscharaarbeit des Bachad, der Brit Hanoar-Arbeit, des Jeschiwabesuches, der Zeitschriften „Zion" und „„Chajenu", u. a. Berlin. Die Herzl-Gedenkfeier des Berliner Misrachi-Ortsverbandes fand in der Synagoge Ahawas Scholaum statt. Der weiße Porauches und die weißen Schulchandecken betonten den Charakter der Feier, die mit einem Gedenken an Chajim Nachmann Bialik und an den vor 40 Jahren verstorbenen Raw Schmuel Moheliwer verbunden war. Die Redner, Dr. Alfred Lehmann und Joschua Wolff zeichneten das Wirken dieser drei Männer und ihre Bedeutung für die Gegenwart. Kantor Rothenberg trug das El mole rachamim vor. Rabbiner Broch besuchte im Auftrage der Landeszentrale die Gruppen West-Deutschlands und besprach mit ihnen die Lage in Palästina und in der Judenheit in Deutschland, sowie die Möglichkeiten der kommenden Misrachiarbeit. Pensionen für Schüler und Sdiülerinnen, die palästinensische Ausbildungsstätten besuchen, werden durch die Misrachi Frauenarbeitsgemeinschaft-Palästina nachgewiesen. Adresse: Frau Eva Kober, Tel Aviv, Rechow Hachaschmonaim 72. Im Lehrerseminar „Misrachi", in der Bezalelstraße in Jerusalem, befindet sich eine etwa 12 000 Bände umfassende Bibliothek. Sie seft sich — neben kleineren Zuwendungen — aus zwei großen Nachlässen zusammen: 1. der Büchersammlung des Privatgelehrten und Bibliophilen Lipmann Ph. Prins (gest 1915 in Frankfurt a. M.) und 2. der Bibliothek des sefardischen Raw B. A. Koenka (gest. 1936 in Jerusalem). Die Bibliothek wird von den Lehrern und Schülern der Anstalt benu^t, ist aber auch jedem zugänglich, der jüdische Studien betreiben will. Wegen ihrer bequemen Lage mehrt sich die Besucherzahl ständig. Daher macht sich in der legten Zeit der Mangel an Neuerscheinungen — an Büchern, Zeitschriften, Nachschlagewerken u. ä. — sehr bemerkbar. Deshalb wird an die Verfasser und Redakteure, sowie an alle Personen, die bei etwaiger Auflösung ihrer Büchersammlungen ihren Besitj gern der jüdischen Allgemeinheit zugänglich machen wollen, die Bitte gerichtet, auch an die Bibliothek des Lehrerseminars zu denken. Jedes Buch wird den Namen des Spenders tragen, so daß seine Förderung jüdisch-geistiger Arbeit ihm im Heiligen Lande einen unvergeßlichen Namen schaffen wird. Zusendungen erbeten an POB 7008, Jerusalem. Verantwortlich: Dr. Alired Leiimann, Berlin W 30 / Verlag des Zton Berlin W 50, Augsburger Str. 60 / Druck: Fürst, W 30 / Auflage 890