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Zion · 1938-08-01 · 5 (8.1938) · p. Seite 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
10 (1938)
Issue
5 (8.1938)
Date
1938-08-01
Page
Seite 3 (sequence 5)
Language
German
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Drei junge Juden, haben einen arabischen Autobus beschossen, an einem von ihnen wurde trotj intensivster Bemühungen aller jüdischen Stellen das Todesurteil vollstreckt. Die Hinrichtung Ben Jossefs verursachte im Jischuw eine ungeheure Erregung, die sich in Angriffen gegen die arabische Bevölkerung entlud. Die Folge war die geschilderte Verstärkung des Terrors. Ein Gefühl der Unsicherheit hat weite Teile des Jischuw erfaßt und lähmt das wirtschaftliche Leben. Uns steht es nicht an, dem Jischuw, der seit mehr als zwei Jahren übermenschliches leidet, Moralpredigten zu halten. Wir müssen aber objektiv die Wirkungen jüdischer Angriffe prüfen. Die Terroristen werden dadurch nicht abgeschreckt, daß auch die arabische Bevölkerung in Mitleidensaft gezogen wird, sie richten ja selbst ihre Angriffe auch gegen diese. Die friedliche arabische Bevölkerung wird jedoch in die Arme der Terroristen getrieben und gibt ihnen einen starken Rückhalt. Die Angriffe der Juden geben den Terroristen einen willkommenen Vorwand zu neuen Grausamkeiten und Gewalttätigkeiten. Bis jetjt stand England und die Welt unter dem Eindruck, daß die friedliche jüdische Bevölkerung von, zum großen Teil landfremden Terroristen angegriffen wird. Wir dürfen nicht den falschen Eindruck erwecken, es handele sich um einen Kampf der beiden Bevölkerungsteile des Landes. Wir dürfen nicht den Sinn unseres Aufbauwerkes verfälschen. Wir führen keinen Eroberungskrieg, wir wollen unsere Heimstätte ohne Beeinträchtigung der arabischen Bevölkerung errichten. Wir bewundern den heldenmütigen, erfolgreichen Verteidigungskampf, in dem die Juden unter schweren Opfern die Siedlungen gegen immer erneute Angriffe schüren. Hiermit haben Bombenwürfe und Schüsse auf friedliche Araber nichts zu tun. So schwer und nervenaufpeitschend es ist, die einzige Haltung der Juden gegenüber dem Terror kann die Hawlaga sein. II. Ein großer Teil der Juden in Deutschland sieht sich, soweit es noch nicht geschehen ist, in naher Zukunft in seiner wirtschaftlichen Betätigung weiter eingeschränkt, er muß nach Auswanderungsmöglichkeiten suchen. Viele haben gehofft, daß die Konferenz von Evian solche Möglichkeiten bringen wird. Diese Hoffnungen konnte die Konferenz nicht erfüllen. Sie war eine Zusammenkunft von Vertretern von 32 Staaten. Jeder Staat kann nur durch seine eigene Gese^gebung und Verwaltungsmaßnahmen die Einwanderung in sein Land regeln. Eine Konferenz von Regierungsvertretern ist dazu nicht in der Lage. Bedeutungsvoll war an der Konferenz, daß 32 Staaten sich um eine Erleichterung des Schicksals der Juden, die aus 3

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