Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 10 (1938)
- Issue
- 4 (5.1938)
- Date
- 1938-05-01
- Page
- Seite 2 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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zu zählen als Vorbereitung für das Schawuotfest, dem Fest der Thora. um die Thora mit der nationalen Befreiung zu verbinden. Ein zweiter Gedanke: Die ersten Früchte der ersten Ernte mußten zuerst für die Mizwa des Omer geweiht werden als Gabe für Gott. Es war verboten, vor dem Omer zu ernten, damit nicht in der Freude der Ernte, in der Freude über das Land Israel die Thora, den Himmel vergäße und zu dem Irrtum gelange, daß es ein gewöhnliches Ackerbauvolk sei. Das ist unserer Meinung nach der Kern des Gedankens in dem Ausspruch unserer Weisen, der Schriftvers, wenn ihr in das Land kommt und allerlei Obstbäume pflanzt, ist zu verbinden mit dem Vers, ein Baum des Lebens ist sie denen, die an ihr festhalten. Ich sehe, daß diese Stätte für die Thora und Landwirtschaft, zu der wir heute den Grundstein legen, mit Gottes Hilfe dieses hohe Ideal verwirklichen wird, der Beschäftigung mit der Pflanzung, d. h. mit der Besiedlung des Landes und seiner Erhaltung und mit dem Pflanzen des Baums des Lebens, das Geheimnis der Ewigkeit Israels. Ich will hierbei betonen, daß diese Anstalt nicht die bestehenden heiligen Jeschiwot in Erez Israel verdrängen will. Das jüdische Volk kann nicht bestehen ohne Jeschiwot, die ganz der Thora gewidmet sind, die die Gedole Thora heranbilden. Diese können nur herangebildet werden, wenn hunderte und tausende Schüler die Jeschiwot besuchen, wie unsere Weisen sagen, tausend gehen in das Lehrnaus, einer von ihnen gelangt zu der Fähigkeit, halachische Entscheidungen zu treffen. Damit einer Entscheidungen treffen kann, müssen tausend in das Lehrhaus gehen. Das Ziel dieser großen heiligen Stätte ist, dem Geist der Thora und der Kenntnis der Thora eine Stätte zu bereiten in den Reihen des landwirtschaftlichen Jischuws, der sich mit der Arbeit an unserem heiligen Boden beschäftigt, Landwirte in der Thora auszubilden und Talmide Chachamim in der Landwirtschaft, die ihren Einfluß auf den ganzen neuen Jischuw ausüben, das Herz der Väter zu den Kindern und das Herz der Kinder zu den Vätern zu führen. Die Fläche, die zu dem Bau der Jeschiwa bestimmt ist, liegt auf einem Hügel, der dem Keren Kajemet gehört, neben dem Moschaw Owdim des Hapoel Hamisrachi Kfar Haroe. Ein Teil dieser Fläche, die für die Jeschiwa bestimmt ist, gehört zu dem Boden von Kfar Haroe. Das Gebäude soll drei Stockwerke enthalten. 150 Dunam sind für intensive Bearbeitung bestimmt. Auch Kuh- und Hühnerställe sollen errichtet werden. Die Wirtschaft wird gemeinsam mit der landwirtschaftlichen Versuchsstation in Rechowot eingerichtet. Die Anstalt soll der Ausbildung in der Landwirtschaft und dem Thorastudium dienen und 80 Schüler aufnehmen. Von einem ungenannten Spender sind für den Bau der Jeschiwa 6000.- £ zur Verfügung gestellt worden. 2