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Zion · 1938-05-01 · 4 (5.1938) · p. Seite 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
10 (1938)
Issue
4 (5.1938)
Date
1938-05-01
Page
Seite 1 (sequence 3)
Language
German
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N xt a Berlin, Mai 1938 1A - u Nr. 4 -1^5698- 10.Jahrgang. ©ze letzidwivlsclififfliche Jeschiwa Von Oberrab. Hertzog. Ansprache anläßlich der Grundsteinlegung (aus dem Hazofe). „Wenn Ihr in das Land kommt und alle Arten Obstbäume pflanzt", hierzu verweist der Midrasch rabba, Parschat Kedoschim auf den Vers „ein Baum des Lebens ist sie denen, die an ihr festhalten". Unsere Weisen wollten den Vers nicht seines Wortsinnes entkleiden, sondern einen umfassenden, für das Judentum grundlegenden Gedanken betonen. Unsere Weisen schätzten grundsätzlich den Ackerbau in Erez Israel hoch, und in diesem Abschnitt erklären sie: „An ihm sollst du festhalten", das weist auf den Anfang der Weltschöpfung hin. So wie Gott sich zuerst mit den Pflanzen beschäftigt hat, sollt Ihr Euch zuerst mit den Pflanzen beschäftigen. Das Pflanzen in Erez Israel kann zum Festhalten an Gott führen. Eine Bedingung ist jedoch daran geknüpft, und das ist der Sinn des ersten Ausspruchs. Der Ackerbau in Erez Israel führt das jüdische Volk zum Festhalten an Gott, wenn er mit der himmlischen, läuternden Thora verbunden ist, die das irdische Leben reinigt und heiligt. Aber Landwirtschaft ohne Thora kann das jüdische Volk in ein geistloses, materialistisches Volk verwandeln. Zur Zeit des ersten Tempels beschäftigten sich unsere Väter ausschließlich mit Pflanzungen und Ackerbau. Aber da sie sich nicht mit der Thora beschäftigten, versanken sie in die Niederungen des heidnischen Materialismus. So ist es auch in unseren Tagen, wenn wir nicht den Himmel mit der Erde verbinden, die Thora des Himmels mit der Landwirtschaft in Erez Israel, so werden wir schließlich, was Gott verhüten möge, in einen modernen Materialismus versinken, der in seinem Wesen nur eine moderne Form der antiken heidnischen Weltanschauung ist. Diese harmonische Verbindung zwischen Himmel und Erde ist charakteristisch für das Judentum. Als Beispiel diene das Omerzählen, in dessen Zeit wir uns jetzt befinden. „Am Tage nach dem Ruhetage" sogleich nach dem ersten Tage des Pessachfestes, dem Feste der nationalen Freiheit, beginnen wir die Tage und Wochen 1

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