Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 10 (1938)
- Issue
- 3 (4.1938)
- Date
- 1938-04-01
- Page
- Seite 12 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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vorher hätten die Terroristen die Telefonleitung zerschnitten, und der Versuch der Polizisten durch Leuchtraketen Bet Schan von dem Überfall zu benachrichtigen, mißlang, da diese nicht hoch genug gingen. Als dies in Tirat Zwi bekannt wurde, benachrichtigen die Chawerim sofort durch Blinkzeichen mit dem Scheinwerfer den Kibuz in En Charod. Von dort wurden sieben Wächter zur Unterstützung der Polizei geschickt. In En Charod wurde sogleich eine Blinkstation eingerichtet, die in ununterbrochener Verbindung mit Tirat Zwi blieb. Am Abend des 28. Adar L 8 Monate und 1 Woche nach dem Tage der Gründung, erfolgte der große, vorbereitete Überfall. Der Überfall begann eine halbe Stunde vor Mitternacht. Er wurde erleichtert, weil der Mond nicht schien. Es gelang den Banden, die äußere Einzäumung zu durchbrechen und innerhalb der Umzäunung einzudringen. Mit den ersten Schüssen verwundeten sie den Chawer des Kibuz Jecheskel Weinmann, der zu dieser Zeit die Wacht hatte. Er hatte die Angreifer zuerst bemerkt, als er bei einem von ihnen eine brennende Zigarre sah. Mit den ersten Schüssen wurde auch der Scheinwerfer zerstört und dadurch die gerade und schnelle Verbindung mit En Charod verhindert. Dieser Erfolg machte den Angreifern Mut, denen es fast gelungen wäre, die Siedlung zu zerstören und zahlreiche Menschenleben zu vernichten. Jedoch konnten sie ihre Absicht nicht verwirklichen. Der Angriff war zuerst so stark, daß die Verteidiger gezwungen wurden, die Gräben außerhalb des Lagers zu verlassen und sich hinter der Schutzmauer zu verschanzen. Hier jedoch brach der Angriff zusammen. Hier konnten die Verteidiger den Angreifern zurufen: Bis hierher und nicht weiter. Stunden um Stunden bestanden die Chawerim von Tirat Zwi die Feuerprobe ohne zu verzagen und wichen und wankten nicht. Es gelang den Angreifern, noch zwei Maultiere zu töten, Menschenleben fielen ihnen jedoch nicht zum Opfer. Doch mußten die Angreifer auf ihrer Flucht, die sie noch zur rechten Zeit ergriffen, bevor Hilfe kam, einen Erschossenen zurücklassen, sowie zwei Gewehre, von denen, die sie einige Tage zuvor auf der Polizeistation geraubt hatten. Es war auch zu erkennen, daß sie Verwundete hatten, da man auf ihrem Fluchtwege Blutspuren fand. Drei Stunden nach Mitternacht kam Hilfe aus den jüdischen Siedlungen des Emek und von der Polizeistation in Bet Schan. Dorthin hatten die Beduinen aus der Nachbarschaft von Tirat Zwi einen Boten geschickt, um den Überfall zu melden. Der Verwundete, Jecheskel Weinmann, ist ein 20jähriger Chawer aus Polen vom Kibuz Schachal in Rechowot, er ist der Schuster des Kibuz. Bei seiner Verwundung verlor er nicht den Mut und kroch mit dem Gewehr in das Innere der Siedlung. Der Chawer Dr. Frank ließ ihm die erste Hilfe angedeihen und brachte ihn auch im Auto 12