Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 10 (1938)
- Issue
- 3 (4.1938)
- Date
- 1938-04-01
- Page
- Seite 13 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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in das Zentralkrankenhaus. Seine Verletzung am Fuß ist schwer aber nicht gefährlich. Der Überfall war wohl der stärkste in diesen schweren zwei Jahren. Zum ersten Mal mußten die Angreifer auf ihrer Flucht einen getöteten Genossen zurücklassen. Alle Besucher, unter ihnen der Militärbefehlshaber im Galil, Harington, rühmten die energische Verteidigung durch die Chawerim von Tirat Zwi, Chawerim der T'nuat Tora wa Awoda. Der Dawar schrieb u. a.: Mit großem Mut und heldenhafter Kraft verteidigten sich die Bewohner von Tirat Zwi. Mehrere Stunden widerstanden sie den wilden, bewaffneten Angreifern, die ihren Widerstand nicht brechen konnten. Viel wäre von den Hei" dentaten in dieser einsamen Siedlung zu erzählen. Die Antwort von Tirat Zwi an die Angreifer ist die Antwort des ganzen Jischuw gegen seine Widersacher. Die Mauer, die wir aufgerichtet haben, werden sie nicht durchbrechen. Ein jüdischer Siedlungspunkt wird nicht von der Karte Erez Israel verschwinden. Die neuen Siedlungspunkte haben den Geist der ersten Verteidiger übernommen, die Kraft der ständigen Eroberung, die Eroberung der Arbeit und des Friedens, die Kraft des Einstehens für Leben und Werk. Im Anschluß an diesen Bericht soll Einiges über die Aufbauarbeit in Tirat Zwi nach dem Hahed mitgeteilt werden. Es wird dort gearbeitet und gebaut, gelernt und gebetet. Sie verrichten ihre Arbeit am Werktag und heiligen den Schabbat und die Feiertage. So verläuft ihr Leben. Die Bauarbeiten haben große Fortschritte gemacht. Es ist ein zweistöckiger Sicherheitsturm errichtet. Es wurden zwei Wohnbaracken gebaut und man legt jetzt den Grundstein zu einer dritten Baracke. Die Bäckerei geht ihrer Vollendung entgegen. Ein großer Backofen ist aufgestellt, daneben wird ein Backraum eingerichtet und ein Vorratsraum für Mehl. Die Kosten werden vom Budget der Jewish Agency bestritten. Ein besonderer Stall für Enten ist eingerichtet mit der Möglichkeit, sogleich die Küken groß zu ziehen, ebenso wird ein Hühnerstall für 500 Küken eingerichtet. Es finden regelmäßig Schiurim in Bibel, hebräischer und arabischer Sprache statt. Die letzteren dienen dazu, gute Beziehungen zu den Nachbarn herzustellen, die der Chawer Dr. Frank auch unentgeltlich behandelt. Es werden religiöse, wissenschaftliche und politische Vorträge gehalten. Unter dem Namen „In Tira" erscheint eine Wochenschrift mit 12 Seiten, von der bisher 15 Hefte erschienen sind. Man beschäftigt sich mit den halachischen Fragen, Schmitta, Melken am Schabbat u. a. Das Mitglied der Exekutive, M. Schertock, hat die Responsensammlung Mischpat Kohen von Raw Kuk geschenkt mit dei Widmung: den Chawerim in Tirat Zwi Bewirkat Thora wa Awoda. Er hat ferner die 30 Bände der Werke 13