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Zion · 1938-04-01 · 3 (4.1938) · p. Seite 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
10 (1938)
Issue
3 (4.1938)
Date
1938-04-01
Page
Seite 5 (sequence 7)
Language
German
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nalen Zentrums im Lande der ewigen jüdischen Sehnsucht, der alten nationalen Heimat, wenn sie auch von verschiedenen Seiten auf schärfste bekämpft wurde. Alle Behinderungen konnten den Siegeslauf der nationalen Bewegung, das Streben nach der Heimkehr nach Zion, nicht aufhalten. Und so erleben wir es jetzt, daß jährlich tausende und abertausende Juden, besonders junge Juden, die Verwirklichung der ungestillten, alten jüdischen Sehnsucht erleben, jene Sehnsucht, der wir am Seder-Abend Ausdruck verleihen mit den Worten: Dieses Jahr hier, nächstes Jahr in Erez Israel! ümti Schabbafhgeselz in Tel $kwiw Von Daniel Sirkis (Aus dem Hazofe). Alle Juden, die nach Erez Israel kommen, wollen hier das Leben, das sie in der Galut führten, ändern, wollen ein freies Volk werden, das nach seinem eigenen Willen lebt. Sie wollen Land und Volk neu aufbauen auf Grund der Tradition, die in der Seele des Volkes ruht. Sie wollen sich freimachen von fremden Einflüssen und fremder Führung, wollen das Joch der Knechtschaft abschütteln, wollen die Luft der Freiheit atmen, wollen die ewigen geschichtlichen Heiligtümer der Nation hüten. Mit dem Weggang aus der Galut soll der Ole sich von seinem bisherigen Leben entfernen, seine Werktagsgestalt ausziehen und die Gestalt eines glaubenstreuen Menschen annehmen. Er muß den Ruhetag in seinem Leben beobachten, den Schabbat wie seinen Augapfel hüten, den Schabbat, der Israel in der Galut und in der Heimat behütet hat. Der Schabbat dient als Tag der Selbstbesinnung für den Einzelnen und die Gesamtheit. Das jüdische Volk, das sich aufopfert für den Aufbau des Landes, erstrebt nicht nur den Bau der Mauern, sondern auch die Aufrichtung des jüdischen Geistes, seiner Lehre, seiner Gebote, die seinen Charakter formen und es zu einem wertvollen Leben erziehen. Wir wissen, daß diese Erziehung einen langen Weg gehen muß, wir wissen, daß viele Einwanderer in den 49 Pforten der Galut verstrickt sind, in fremde Lehren, von denen sie sich nicht auf einmal lösen können. Dies erfordert eine große Selbstbeherrschung, zu der nicht jeder fähig ist. Aber diejenigen, die für den Jischuw und den Aufbau des Landes die Verantwortung tragen, müssen das Volk zu dieser Reinheit erziehen. Und was sehen wir zu unserem Schmerz und zu unserer Schande? Die Stadtverwaltung von Tel Aviv hat ein Schabbatgesetz für die Restaurants erlassen. Das Gesetz ist von Anfang an unvollkommen, der Schabbat kann nicht geteilt werden, er ist ein einheitliches Ganzes. 5

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