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Zion · 1938-03-01 · 2 (3.1938) · p. Seite 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
10 (1938)
Issue
2 (3.1938)
Date
1938-03-01
Page
Seite 9 (sequence 11)
Language
German
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sind. Wohl gibt es in Tel Aviv bereits zwei Gruppierungen misrachistischer Frauen. Die eine, unter der Leitung der verdienstvollen Frau Kook stehend, beschränkte ihre Arbeit auf Hilfestellung für misrachistische Schulkinder und Kleinkinder. Ihr Mitgliedsbestand hatte sich in den letzten Jahren nicht wesentlich vermehrt, weil es den Frauen der Umlod aus organisatorischen und sprachlichen Gründen schwer war, dort Anschluß zu finden. Die zweite Gruppe unter Leitung von Godsfeld verwaltet im wesentlichen die Gelder der amerikanischen Misrachi-Frauen und interessiert sich nur für die praktische Arbeit an den Institutionen. Die Arbeitsgemeinschaft misrachistischer Frauen stellte sich folgende Aufgaben: 1. Erfassung und Organisation aller gesetzestreuer Zionistinnen. Schaffung einer organisierten religiösen Frauenschaft, die befähigt und befugt ist, im täglichen Leben und bei politischen Entscheidungen ihren Einfluß geltend zu machen. 2. Innerhalb der Knesseth Israel eine Beeinflussung, Ordnung und Verschönerung des religiösen Lebens. 3. Verbreitung des Wissens um jüdische Lehre und Erziehung zum jüdischen Leben der Tat. 4. Jüdischen Müttern in allen Fragen der religiösen Erziehung zur Seite zu stehen. 5. Der jüdischen Frau durch „Hilfe durch Arbeit" den Lebenskampf zu erleichtern. Als der Arbeitsausschuß, bestehend aus den Damen Anita Müller-Cohn, Rosa Altmann, Grete Barth, Hedwig Möller, seine Arbeit begann, fand er nur ein Chaos vor. Wenn jetzt eine organisierte Mitgliedschaft von 160 Frauen vorhanden ist, so ist das zum großen Teil der unermüdlichen Werbearbeit von Frau Altmann zu danken. Sie begann tatsächlich um die Seele jeder einzelnen religiösen Frau zu werben, die Seele, die in Erez so oft zurückgedrängt ist von den Sorgen des Alltags, und die sich so sehr sehnt nach freier Entfaltung ihrer Kräfte. In verschiedenen größeren Veranstaltungen fanden sich unsere Mitglieder zusammen. Frau Anita Müller-Cohn berichtete ausführlich in der ersten Versammlung über Zweck, Ziel und Abgrenzung der neuen Gruppe. Es gelang ihr, den Idealtyp der neuen religiösen Staatsbürgerin vor uns hinzustellen. Herr Pinkas, der Leiter der Misrachi-Bank, sprach über das Thema „Der Kampf um die religiöse Erziehung in Tel Aviv". Auch hier ergab sich in der Debatte die Feststellung, daß das Interesse für die Gruppe außerordentlich groß ist, und daß die Verbreitung unserer ideellen Basis durch das Auftauchen immer weiterer neuer Probleme erforderlich wird. Außer diesen mehr politischen Vorträgen sprach Herr Barth über die Gestalt des Jeremias in der Bibel und in der heutigen Literatur, und es begannen zwei Kurse für Iwrith. In der praktischen Arbeit beteiligte sich die Gruppe sehr stark an der Organisation 9

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