Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 10 (1938)
- Issue
- 2 (3.1938)
- Date
- 1938-03-01
- Page
- Seite 8 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Dilettantismus und zur Oberflächlichkeit. Ihre Unreife verbindet die Jugend mehr mit dem irdischen und materiellen Leben. Erst in der Endzeit, verkündet der Prophet, wird Gott seinen Geist über alles Fleisch ergießen, dann wird das Wort gelten: Es werden weissagen Eure Söhne und Eure Töchter . . . Eure Jünglinge werden Gesichte schauen (Joel 3, 1). Bis dahin fehlt der Jugend diese Fähigkeit, und die Jugendlichen bleiben mit den Lustbarkeiten und den Freuden der Welt verknüpft. Darum ruft der königliche Philosoph Kohelet aus: Freue Dich, Jüngling, Deiner Kindheit und sei frohen Herzens in den Tagen Deiner Jugend, wandle, wohin Dich Dein Herz zieht und nach dem, was Deine Augen schauen (Koh. 11, 9). Jedoch nach jüdischer Weltanschauung ist auch der Freude der Jugend Maß und Ziel gesetzt. Der junge Jude soll sich nicht freuen wie die Jugend der Völker bis zur Trunkenheit und Torheit. Darum schließt Kohelet sogleich die Ermahnung an: Aber wisse, daß nach all diesem Dich Gott ins Gericht führen wird (a. a. O.). Entsprechend seiner schwankenden, zweifelnden, negierenden Weltanschauung schließt er: Denn Kindheit und Jugend sind vergänglich (a. a. O. Vers 10). Das ist eine Anschauung, gegen die unsere Jugend in ihrer Gesamtheit, unabhängig von ihrer Gruppierung, Stellung nehmen wird, sie ablehnen, über sie die erste Sentenz des Buches der Zweifel aussprechen wird: Nichtigkeit der Nichtigkeiten, alles Nichtigkeit! Kindheit und Jugend sind der Frühling unseres Lebens, und der Frühling ist keine Nichtigkeit, absolut nicht. Es ist ganz sicher, daß ein großer Teil der Jugend sich mit der Sitte, die in einer anderen Stelle der ersten Prophetenbücher erwähnt ist, identifizieren wird. Dort heißt es: Simson veranstaltete ein Trinkgelage, Denn so machten es die Jugendlichen (Ri. 14, 6). (Fortsetzung folgt.) gtoebeitsgemeinschafi misvachistischev Frauen in Tel Zkwiw Hedwig Moeller, Tel Aviv. Angeregt durch einen Besuch von Frau Blau, Hamburg, -fanden sich im Sommer 1936 in Tel Aviv eine Anzahl Frauen, die bereits in der Misrachi-Frauengruppe in Deutschland gearbeitet hatten, zusammen. Schon bei den Vorbesprechungen ergab es sich, daß es in Tel Aviv eine Menge Frauen gibt, die religiös und zionistisch eingestellt sind, zum Teil früher auch misrachistisch organisiert waren, aber im Lande bis jetzt von keiner Gruppe irgendwie erfaßt worden 8