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Zion · 1938-03-01 · 2 (3.1938) · p. Seite 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
10 (1938)
Issue
2 (3.1938)
Date
1938-03-01
Page
Seite 5 (sequence 7)
Language
German
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Schätzung genießt. Sie entscheidet nach jüdischer Auffassung nicht den Lauf der Welt, nicht dem Starken und Mächtigen fällt der Sieg zu. Nicht durch Kraft und nicht durch Stärke, sondern durch den Geist Gottes, dem alles Weltgeschehen zugeschrieben wird, wird alles entschieden. So kündet der Trostprophet: Junge Leute ermatten und ermüden und Jünglinge straucheln (Jes. 40. 30). Die Jünglinge, denen körperliche Kraft und Stärke zu eigen ist, werden nicht siegen, wenn sie sich auf diese Vorzüge stützen. Sie werden schließlich ermüden und zu Fall kommen, hingegen die auf Gott hoffen, gewinnnen neue Kraft . . . sie laufen, ohne zu ermatten, gehen und ermüden nicht (a. a. O. 31). Schön und nützlich ist der Sport, wer ihn ausübt, erlangt Kraft. Spiel und Sport sind beliebt. So sagt Abner, Sohn des Ner, ein jüdischer Heerführer, zu Joab, dem Oberbefehlshaber des Königs David: Mögen die jungen Leute aufstehen und Kampfspiele vorführen (Sam. II. 2, 14). Diese Spiele gingen mit Schwertern und Lanzen vor sich, ein Wettspiel jugendlicher Stärke, dessen Ende war: Sie ergriffen einer den anderen beim Kopfe und mit dem Schwert (stießen sie) einander in die Seite und fielen insgesamt (a. a. O. 16). Leider fielen so junge Helden im Wettkampf, ihr Blut wurde nutzlos vergossen. Der Prophet, der Verfasser des Buches, ist nicht damit einverstanden. Andererseits finden wir, daß die Bibel der Jugend ein Gefühl der Furcht und Schwäche zuschreibt, das ihrer jugendlichen Natur entspringt. So wird uns berichtet von Jeter, dem Sohn des Richters Gideon. Sein Vater forderte ihn auf, aufzustehen und Sewach und Zalmuna zu erschlagen, weil sie seine Brüder, die Söhne seiner Mutter, getötet hatten. Jedoch der Knabe zückte sein Schwert nicht, denn er fürchtete sich, weil er noch jung war (Ri. 8, 20), trotzdem wir aus dem folgenden Vers wisssen, daß er ein Held war.* Es heißt da: Denn seine Kraft war wie die eines Mannes. So heißt es auch von Rechabeam, dem Sohn Salomos, als er sich gegen die Empörung des Jerobeam, dem Sohn des Nabat, dem Knecht Salomos, wandte: Rechabeam war jung und verzagten Herzens. und hielt nicht stand vor ihm (Chr. II. 13, 7). Zaghaftigkeit infolge der Jugend finden wir auch bei einem der großen Propheten, als er den Befehl Gottes empfing, das Amt eines Propheten zu übernehmen: Ich sprach: Ach Herr, o Gott, ich verstehe nicht zu reden, denn ich bin noch jung (Jer. 1, 6). Und wenn wir im folgenden Vers lesen, daß Gott zu ihm sprach: Sprich nicht, ich bin jung . . . Fürchte dich nicht vor ihnen (a. a. O. 7-8), *) Ich verbinde diesen Ausspruch mit dem, was in dem angeführten Vers 20 gesagt ist. Er bezieht sich auf Jeter und bedeutet, daß, weil seine Stärke der eines Mannes glich, sein Vater ihn beauftragt hatte, Sewach und Zalmuna zu töten. Jedoch er fürchtete sich, weil er noch jung und ihm bange war.

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