Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 10 (1938)
- Issue
- 2 (3.1938)
- Date
- 1938-03-01
- Page
- Seite 3 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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ist auch Palästina. Alle echten jüdischen Kräfte und Tendenzen finden hier ihren natürlichen Entwicklungsboden. Diese Menschen unserer Misrachi-Kwuzoth haben erkannt, auf welchem Wege und auf welchem allein der Aufbau Erez Israels in ihrem religiösen Sinne beeinflußt werden kann, dadurch, daß sie hingehen, im Lande arbeiten und, wenn es nottut, auch dafür kämpfen. Nur d i e Ridv tungen werden die Entwicklung Erez Israels beeinflussen können, die dort „persönlich anwesend" sind, nicht die, die es von außen bekritteln und schmähen. Es gilt hier das Wort eines italienischen Politikers: „Das Vaterland verrät man nicht, man erobert es." Wir laden alle Juden ein, mit uns Erez Israel zu erobern, sei es auch darum, daß es ein jeder für seine jüdische Weltanschauung zu erobern unternimmt. Das Geschehen dieses Filmes ist beispielhaft, weil gleich diesem einen Stützpunkt Tirath Zwi zweiundzwanzig andere seit Beginn der Unruhen geschaffen worden sind, vor allem aber, weil die Schaffung dieser Nekudoth chadaschoth nur ein Ausdruck des hartnäckigen und erfolgreichen Willens des Jischuw ist, trotz Gefahren und Terror seine Positionen nicht nur zu halten, sondern sie weiter auszubauen und neue zu schaffen. Dort, wo Bäume heimtückisch abgeholzt oder niedergebrannt sind, werden neue gepflanzt, an der gleichen Stelle, an der vor wenigen Monaten fünf Chaluzim einem meuchlerischen Überfall zum Opfer fielen, begründen jetzt Menschen der Jugend- Alijah eine neue Siedlung. Aus den Gräbern wächst so neues Leben. Und nachdem der Hafen von Jaffa den Juden gesperrt wurde, kapitulierten sie nicht, sondern begannen sogleich aus eigenen Kräften in Tel Aviv einen eigenen Hafen zu bauen. Das Gesicht dieses Hafens ist der Galut zugekehrt, nach Erez Israel heimkehrende Juden aufzunehmen, ist seine Bestimmung. Durch die Schaffung des Hafens ruft der Jischuw den Brüdern in aller Welt zu: „Für Euch halten wir dieses Tor Erez Israels offen und wollen es immer weiter öffnen." Mit eigenen Mitteln, ohne Unterstützung von außen, hat der Jischuw dieses schwierige Unternehmen soweit gefördert, daß jetzt der Hafen von Tel Aviv auch für den Passagierverkehr freigegeben werden konnte. 250000 £, das sind mehr als ein halbes Pfund pro Kopf, ob ein Kind oder ein Greis ihn trägt, hat der Jischuw dafür geopfert. Für uns, die Juden in allen Ländern der Zerstreuung, ist es geschehen. Für uns arbeitet, kämpft, opfert der Jischuw täglich. Wie uns aus Deutschland stammende Einwanderer, Zionisten und Nichtzionisten, vor kurzem in einem Aufruf zugerufen haben, schrecken sie keine Schwierigkeiten, sind sie bereit, alles zu tragen, wenn sie dadurch dem freien Leben unseres Volkes in seinem Lande den Weg bahnen. Das jüdische Volk muß sich dessen auch würdig erweisen und £s lohnen. Erez Israel macht eine schwere, harte, kritische Übergangs- 3