Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 10 (1938)
- Issue
- 1 (1.1938)
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 12 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/3133276-3139388-3139389--1269-3140794- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
zur besonderen Aufgabe gemacht.,Die Jemeniten sind meist religiös, ihre Kinder sind auffallend begabt. Der jeweilige misrachistische Vertreter in der Irija (2. Zt. Herr Pinkas) hat das Recht, sich um die Überwachung der religiösen Kindergärten zu kümmern und darauf zu achten, daß die. Leiter dieser Kindergärten miteinander in Verbindung stehen. Dies liegt zur Zeit noch im argen. Es besteht keine Verbindung zwischen den religiösen Kindergärten. Die laufende Unterhaltung der religiösen Kindergärten obliegt der Stadt, abgesehen von dem privaten Kindergarten des Hapoel Hamisrachi, doch kümmert sich die misrachistische Frauenorganisation um das leibliche Wohl der Kinder,, sie ermöglicht ihren Aufenthalt am Strand und kümmert sich um die Unterbringung der erholungsbedürftigen Kinder in den von der misrachistischen Frauenorganisation finanzierten Ferienkolonien. Einige wohlhabende Misrachisten haben hübsche Häuschen für einen misrachistischen Kindergarten errichten lassen. Aufgabe des Misrachi ist es einmal, auf die Eltern einzuwirken, daß sie eine religiöse Erziehung ihrer Kinder in den Kindergärten verlangen, und ferner bei der Irija die Einrichtung einer größeren Zahl religiöser Kindergärten durchzusehen. Die Gola muß die finanzielle Hilfe leisten, damit nicht nur der private Kindergarten des Hapoel Hamisrachi aufrecht erhalten und weiter ausgebaut werden kann, sondern auch weitere ähnliche misrachistische Kindergärten gegründet werden können. f>ez? Wegr zum ftewut Mit aller Deutlichkeit tritt die Frage nach der beruflichen Entscheidung vieler Jugendlicher an die jüdischen Eltern und ihre Berater heran. Diese Frage der beruflichen Entscheidung ist ernst, ihre Beantwortung duldet keine Verzögerung. Es gilt, möglichst schnell den Jugendlichen in einen Beruf, an die Arbeit zu führen. Die Auffassung von den Richtlinien, nach denen sich die Berufswahl zu vollziehen hat, hat in den letzten Jahren eine grundlegende Wandlung erfahren. Man weiß heute auch, wie falsch es gewesen ist, die freien Berufe und die kaufmännische Tätigkeit zu überschätzen, den praktischen und sittlichen Wert der körperlichen Tätigkeit zu verkennen. Gerade die sogenannten produktiven Berufe weisen dem jungen Menschen einen Weg zur vollen Entfaltung seiner körperlichen und seelischen Kräfte. Zugleich setzen ihn diese Berufe in den Stand, auch unter veränderten äußeren Bedingungen sich als nützliches Glied in die Gemeinschaft einzuordnen. 12