Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 10 (1938)
- Issue
- 1 (1.1938)
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 11 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Fischteichen und anderen. Ein Stundenplan regelt die Verteilung der einzelnen Räume auf die verschiedenen Gruppen. Jede Gruppe hat zur Unterstü^ung der Leiterin eine Oseret für Haus- und Küchenarbeiten. Eine Musiklehrerin kommt in der Regel dreimal wöchentlich und gibt jeder Gruppe eine Stunde Gesang und rythmische Gymnastik. Die Eltern zahlen, ihrem Einkommen entsprechend, jährlich 1—5 £. Nötigenfalls werden sie von dieser Zahlung befreit und zahlen dann nur für das Frühstück 1 Piaster pro Tag, also etwa monatlich 1U £. Von besonderer Bedeutung sind die Tagesheime, in denen die Kinder, deren Mütter bis 4 Uhr beschäftigt sind, bis 5 Uhr bleiben können. Sie erhalten dort Mittag und können mittags dort auch schlafen. * Die Kinder werden regelmäßig von Krankenschwestern und in größeren Abständen auch ärztlich untersucht. Bei der Anmeldung können die Eltern bestimmen, ob ihr Kind religiös erzogen werden soll. Die Kinder werden dann den entsprechenden Heimen zugewiesen. Die Irija hat 10—12 Gruppen mit religiösen Leitern eingerichtet. Bisher bestand ein Mangel an religiösen Kindergärtnerinnen, auch wurde in den religiösen Familien nicht genügend Propaganda dafür gemacht, die Kinder für religiöse Kindergärten anzumelden. Diese Aufgabe hat jetjt die neuorganisierte misrachistische Frauengruppe der deutschen Alija übernommen. Der Mangel an religiösen Kindergärtnerinnen wird je$t behoben werden, weil seit 2 Jahren in Tel Aviv ein misrachistisches Kindergärtnerinnenseminar besteht, das zur Zeit von 40 jungen Mädchen besucht wird. Ein großer Teil von ihnen wird in nächster Zeit die Leitung religiöser Kindergärten übernehmen oder private religiöse Kindergärten eröffnen. Am interessantesten ist es in den Kindergärten am Freitag und den Tagen vor den Festen. An diesen Tagen wird den Kindern vom Schabbath und den Festtagen erzählt. Es werden entsprechende Lieder gesungen und Vorbereitungen für die Festtage getroffen. Ein besonders charakteristisches Gepräge tragen Chamischa assar be'schwat und Schawuot. Die Kinder schmücken sich an diesen Tagen mit Blumen und Kränzen und ziehen ins Freie, um Bäumchen zu pflanzen, beziehungsweise die Erträge der Landwirtschaft als Geschenke zusammenzutragen. Auch die Geburtstage der Kinder werden gefeiert und die Angehörigen dazu eingeladen. In den religiösen Kindergärten tragen die Knaben Mü£en, die Kinder werden zum Beten erzogen, sie beten morgens gemeinsam, sprechen die Brachot vor dem Essen und das Tischgebet. Über die Feste und den Gottesdienst werden sie eingehend unterrichtet, die Geschichten der Bibel werden ihnen veranschaulicht. Der Misrachi hat sich die Betreuung der jemenitischen Kinder 11