Mannheim
Compact Memory

Zion · 1938-01-01 · 1 (1.1938) · p. Seite 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
10 (1938)
Issue
1 (1.1938)
Date
1938-01-01
Page
Seite 10 (sequence 12)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/3133276-3139388-3139389--1267-3140792
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

jDze Kindergärten in Tel fikwiw unter besonderer Berücksichtigung der rel. Erziehung. Von Schoschana Alt mann, Tel Awiw Vorb. der Redaktion. Nachdem wir in den beiden legten Nummern eine Übersicht über die Arbeit der Misrachi-Frauen in Palästina gebracht haben, freuen wir uns jetjt, unseren Lesern einen genaueren Einblick in einen besonders wichtigen Zweig der Misrachi-Frauenarbeit gewähren zu können. Die Fürsorge für die körperliche und geistige Entwicklung der Kinder ist für die Zukunft des Landes von besonderer Bedeutung. Die Eindrücke im Kindergarten können die Entwicklung des Kindes für das ganze Leben bestimmen. Frau Altmann hat schon vor ihrer Ali ja in Oberschlesien sich um die Kindergärten bemüht. Wir begrüßen es, daß sie die Möglichkeit hat, ihre Sachkenntnis auch den Kindern in Erez Israel zugute kommen zu lassen. Wir hoffen, daß die Anregungen von Frau Altmann für die Arbeit der Frauen in Erez Israel und in der Gola für die Misrachi-Kindergärten auf fruchtbaren Boden fallen. In Palästina wachsen fast alle Kinder in Kindergärten oder Heimen auf, denn keine Mutter hat hier die Zeit, sich genügend um ihre Kinder zu kümmern. Wenn sie nicht im Berufsleben steht, so obliegt ihr wenigstens der eigene Haushalt voll und ganz. Es gehört zu den größten Ausnahmen, daß ein Kind ausschließlich im Hause erzogen wird. In Tel Aviv sind etwa 4—5000 Kinder im Alter von 3—6 Jahren in etwa 200 Kindergärten untergebracht. Die meisten Kindergärten werden von der Irija finanziert, ein Teil von der Wizo (besonders für die jüngsten etwa 2jährigen Kinder), von der Histadrut, vom Hapoel hamisrachi, von den revisionistischen Frauenvereinigungen, von der Agudas Jisroel. Daneben gibt es ungefähr 60—70 Privatkindergärten, sowie 10 Kinderheime, ferner Heime für jemenitische Kinder. Den Schulen sind zum Teil ebenfalls Kindergärten angegliedert so auch den acht in Tel Aviv befindlichen Knaben- und Mädchenschulen des Misrachi. Die Irija hat für die Kindergärten etwa 90 leitende Lehrkräfte angestellt, außer den Helferinnen. Eine Gruppe besteht aus etwa 40 Kindern, oft sind mehrere Gruppen in einem Heim zusammengefaßt. Die Heime enthalten Speisezimmer-, Spielzimmer mit Spielsachen, Bildern und Büchern, Musikzimmer mit Klavier und anderen Instrumenten, Küche, Badezimmer, Plätje für Sport und Gymnastik, Werkstätten für Tischler- und Schlosserarbeiten für Knaben, Wasch- und Nähstellen für Mädchen. Zu den Heimen gehören Gärten mit Turngeräten, Blumen- und Gemüsebeeten, Hühnern, 10

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.