Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 10 (1938)
- Issue
- 1 (1.1938)
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 3 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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politischen Lebens umfassen, die ihr in der Jaiv_;.^iis;r.ic<.07i J.tr Galut notgedrungen verloren gingen. Die Wiedereinsetzung der Tora als gültiges Rechtssystem einer jüdischen Gesellschaft würde nicht zuletzt einen erzieherischen, moralischen Einfluß ausüben, ist ja das Rechtssystem gewichtiger Bestandteil des Lebenssystems und bestimmt dadurch Haftung und Haltung des Menschen. Diese Forderung, die Torat Chajim in allen Hinsichten sich auch auf das gesellschaftliche Leben beziehen zu lassen, hatte aber nur dann Aussicht auf Erfolg und ihre innere Berechtigung, wenn sie von Menschen vorgetragen wurde, die für sich selbst die Tora nicht nur als Individual-, sondern auch als Sozialgesetz verwirklichen wollten und sich auch im Sinne des nationalen und religiösen Aufbaus in die Reihen des schaffenden Erez Israel stellten. Mit diesen Ideen nimmt die Tora-wa-Awoda-Bewegung als Teil des religiösen Judentums den Zionismus zur Verwirklichung auf. Obwohl ich die Polemik Schmuel Chajim Landaus gegen S. R. Hirsch kenne, möchte ich sagen, daß die T.T.w.A.-Bewegung auch an Hirsch anknüpft. Nicht nur, daß er gerade den Chawerim aus Deutschland eine Beziehung zu den Mizwot gegeben hat. Sein Anliegen war es doch gewesen, ein tragbares Verhältnis zwischen Judentum und Umwelt herbeizuführen. Daß diese Auseinandersetzung, Problem- und Aufgab est ellung nur auf dem Gebiete der Kultur, nicht des politischen Lebens des jüdischen Volkes sichtbar wurde, liegt in seiner Zeit begründet, die, beginnende Emanzipationsepoche, nur die geistige Frage des Judentums kannte und noch nicht, wie die Zeit der ausklingenden Emanzipation und der Nationalisierung, die politische und wirtschaftliche Judenfrage zur Diskussion stellen konnte. Deshalb möchte ich sagen, daß Tora im Derech Erez zu seiner Zeit das wollte, was, nach der Erweiterung der Judenfrage, Tora wa Awoda will: Überwindung eines gebrochenen jüdischen Seins. Den Chawerim der T'nuat Tora wa Awoda ist es klar gewesen, daß noch mehr als in jeder Erziehungsarbeit bei der Erziehung zu der Idee von Tora wa Awoda gleichsam nur Annäherungswerte erreicht werden können. Die Erziehung führt nicht zu einem archimedischen Punkte, von dem aus die bisherige Welt des einzelnen aus ihren Angeln gehoben wird. Dennoch bleibt Erziehung, gerade heute, als Aufgabe, um dem Leben unserer Menschen Richtung, Halt und Sinn zu geben. Der Erziehungstypus ist das menschliche Korrelat sowohl zu einer bestehenden wie zu einer erstrebten Wirklichkeit. Das Erziehungsbild eines Menschen, der nicht von den Nöten und Aufgaben seiner Zeit bewegt ist, widerspricht unserer Anschauung, auch unseren pädagogischen Erfahrungen. Sich von den Fragen der Welt zu absentieren, ist nicht jüdisch. Wir sehen die Wirklichkeit, die werden soll, und die Wirklichkeit, die ist. In Übereinstimmung zu dem 3