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Zion · 1937-10-01 · 5 (10.1937) · p. Seite 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
9 (1937)
Issue
5 (10.1937)
Date
1937-10-01
Page
Seite 12 (sequence 14)
Language
German
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die das erstmalige Erlebnis orientalischer Landschaft und orientalischer Kultur zunächst mit sich bringt, und ziehen wir uns, der Sicherheit halber, auf den kleinen Kreis der Misrachi-Frauen und -Mädchen zurück, so finden wir auch hier die Wirklichkeit sehr viel schöner, aber auch sehr viel schwieriger als die Theorie. Unsere Gruppen organisierter Misrachi-Frauen in Erez sind rein zahlenmäßig nicht groß. Was könnte einfacher sein, meint die Touristin, als deren Zahl zu verzehnfachen? Da ist Tel Aviv, eine Stadt von hunderttausend Einwohnern, darunter doch sicher jeder hundertste Mensch eine Frau mit religiöser Einstellung, deren Wunsch es ist: wenigstens in Erez Jisrael soll der Schabbat, sollen die Festtage ruhevoll sein. Aber diese einfachen und klaren Vorsätze macht der unendlich schwierige palästinensische Alltag zunichte. Man steckt bis über den Hals in tausend kleinen Mühen und Beschwerlichkeiten einer neu aufzubauenden Existenz und eines unentwickelten Landes und verliert das Wesentliche leicht aus den Augen; das, was jeder von uns mehr oder weniger leidenschaftlich fühlt: dieses Land soll besser werden als die Galut-Vergangenheit. Ein ruheloser Schabbat, eine Erziehung des Kindes ohne tiefere religiöse Einwirkung, ist das nicht etwas durchaus Galutmäßiges? So und ähnlich lauten die Ansichten im Kreise unserer palästinensischen Misrachi-Frauen. Der Schabbat und die religiöse Erziehung der (Kinder sind die Hauptaufgabe. Für politische Werbearbeit, wie wir sie in Europa gewohnt sind, hat man im Lande wenig Zeit. Erst in den letzten Monaten haben Frauen aus Deutschland sich diese Teilaufgabe gestellt, möglichst alle religiösen Frauen zu erfassen, zu organisieren, und auf diese Weise rein stimmenmäßig den Einfluß des religiösen Elements im Jischuw zu verdoppeln. Ein furchtbar einfacher Gedanke! Er wird vertreten von der in Tel Aviv vor einigen Monaten ins Leben gerufenen Gruppe von Misrachifrauen aus Deutschland, die schon einen recht guten Erfolg und einen guten Namen hat. Als Untergruppe der Tel Aviver Misrachi-Frauengruppe hat sie die allgemeine Gruppe bereits zahlenmäßig erreicht und wird von Frau Altmann (Balfourstraße 1) geleitet, die auch die Führung von Touristinnen durch die Misrachi- Institute vermittelt. Wenn wir eine kurze Skizze unserer Frauengruppen in Erez geben wollen, so gruppiert sich die Arbeit jeder Gruppe hauptsächlich um die lokalen Institute des Misrachi. Die Tel Aviver Gruppe arbeitet für den Meschek in Gan Meged bei Tel Aviv, das neugegründete Bet Ghaluzot in der Galilstraße und die Misrachi-Schulen und Kindergärten. Die Jerusalemer Damen werben für Bet Z'irot, Seminare und Kindergärten. In Haifa steht im Mittelpunkte der Arbeit das Bet Chaluzot von Frau Paula Barth. Das Interessante an der Arbeit ist das Wie mehr noch als das Was. An geistreichen Rednern und Rednerinnen ist kein Mngel. Wir haben in wenigen 12

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