Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 9 (1937)
- Issue
- 5 (10.1937)
- Date
- 1937-10-01
- Page
- Seite 13 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/3133276-3139382-3139387--1248-3140773- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Wochen in der Tel Aviver Frauengruppe Raw Usiel, Raw Amiel, Rabbiner Dr. Hoffmann, Lazarus Barth, Frau Cook, Frau Neumann sprechen hören und konnten ebenso viel Geistreiches und Anregendes aus den Versammlungen mit nach Hause nehmen wie eigentlich nur noch aus den palästinensischen Konzerten, die für die Touristin aus Deutschland auch eine Art geistiger Treffpunkt sind. Die großen Veranstaltungen der Gruppe wirken auf uns fast wie ein Volksfest, die kleineren sind Teeveranstaltungen in Privathäusern. Die Hauptsache aber ist die ungeheuer mühevolle praktische Kleinarbeit. Um nur einige Beispiele zu geben: es werden zur Zeit benötigt, und zwar für Gan Meged, Nähmaschinen, Wachstücher, Gummischürzen, Eßbestecke, große Aluminiumtöpfe, Radio und Material für einen Hühnerstall. Übrigens ist Gan Meged eine ganz 'besonders erfreuliche, schöne Sache, die dort der Poel Hamisrachi gemacht hat. In herrlicher Hügellandschaft von ganz eigenartigen Farben eine riesige Gärtnerei, dreißig arbeitsfrohe Mädels mit dieser Ernsthaftigkeit, die wir bei der religiösen Jugend in Erez so häufig finden, geleitet von zwei vorzüglichen Gärtnern und einer Gärtnerin, sowie einer Heimleiterin aus Deutschland, die für Touristenführungen jeden Mittwoch zur Verfügung steht, so oft der Autobus des Scherut Hame'uchad auf seiner Rundfahrt durch die Moschawot auch unsern Meschek den Reisenden vorführt. Nicht nur für Meged bemühen sich unsere Frauen, sondern auch für Rodges soll ein ganz großes Quantum Wachstücher beschafft werden. Ferner werden 100 £ für einen neu zu schaffenden, dringend wünschenswerten Kindergarten für die Kinder der verheirateten Poalot in Tel Aviv benötigt, und schließlich ist die gesamte Kücheneinrichtung für das neue Bet Chaluzot in Tel Aviv erst im Entstehen. Das sind alles Dinge, die in früheren Jahren von den Misrachi-Frauen aus Deutschland geschickt worden sind, was uns heute aber nur sehr selten als Sachtransfer über den KTwA möglich ist. Neben den Sachleistungen läuft die Fürsorge für Ferienaufenthalt der mittellosen, erholungsbedürftigen Kinder aus den Misrachischulen. Als zusätzliche Arbeit sei erwähnt, daß einzelne unserer Mitglieder an dem Scherut Sozialit von Frau Anita Müller-Cohen mitarbeiten, einer Art Mittelstandsküche für mehrere hundert Personen. Eine eminent wichtige Leistung unserer Frauen ist die Beschickung der Misrachischulen durch ihre Kinder; denn entsprechend der Nachfrage bewilligt die Irija die Zahl der Kindergärten und Volksschulen. Ein Besuch der Misrachischulen ist sehr interessant. Wir finden beide extremen Lehrmethoden in unseren Instituten vereinigt: 1. mechanisches Auswendiglernen sehr langer und verwickelter Texte, und 2. ganz moderne Arbeitsschulmethoden, Handfertigkeitsunterricht und Musikstunden schon vom Kindergarten an 15