Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 9 (1937)
- Issue
- 4 (9.1937)
- Date
- 1937-09-01
- Page
- Seite 7 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Lage liegt in den Händen der Mandaturmacht, die die schärfsten Gegner unseres Volkes zu beruhigen im Stande ist. „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg". Auch in diesem Falle. Und es muß nicht gerade der Weg der Teilung sein. Wenn der 20. Zionistenkongreß jetzt wieder mit der Frage des „Judenstaates" sich zu beschäftigen hat, heißt es noch nicht, daß wir in 40 Jahren zionistischer Tätigkeit am Ziel angelangt sind. Der vorgeschlagene „Judenstaat" ist ein Schattenbild des erhofften „Judenstaates" des politisch-kolonisatorischen Zionismus. Aber daß Engländer überhaupt einen Judenstaat vorschlagen, zeigt, daß das Ziel der Bewegung kein leerer Wahn war, und Verständnis dafür gefunden werden kann. Der von uns gewünschte „Judenstaat" wird kommen. Unsere momentane Forderung bleibt: Englisch-arabische Zustimmung zur Politik der „offenen Tür" in Erez Israel für jüdische Masseneinwanderung zum Nutzen und Vorteil des gesamten Landes bei gemeinsamer politisch-wirtschaftlicher Kooperation. S>ez» 2C. Kcmepp&s® Von Dr. Paul Sulz berger. Als einen großen, aber tragischen Kongreß hat sein Präsident Ussischkin in seiner Schlußrede den XX. Kongreß bezeichnet. In der Tat hatte jeder Teilnehmer des Kongresses bei der entscheidenden Abstimmung den Eindruck, Zeuge eines historischen Ereignisses zu sein, dessen Tragik darin bestand, daß sowohl die Mehrheit wie die Minderheit mit ihrer Entscheidung nicht restlos zufrieden war. Zwar war die Unterscheidung in Jasager und Neinsager formal nicht richtig, wenn man die Abstimmung auf die Zulässigkeit der Teilung Palästinas bezog, wie sie der Bericht der Königlichen Kommission vorgeschlagen hatte. Denn die vom Kongreß beschlossene Resolution lehnte ja diese Teilung ausdrücklich ab. Aber die meisten Delegierten empfanden, daß die Vollmachterteilung an die Exekutive, in Verhandlung mit der Mandatarmacht einzutreten, im Falle eines positiven Ergebnisses dieser Verhandlungen auch ohne eine formelle Bindung der Exekutive den nächsten Kongreß vor solche politische Tatsachen stellen würde, daß ihm ohne schwerste Gefährdung des jüdischen Nationalheims überhaupt — von der Gefährdung der zionistischen Organisation ganz abgesehen — eine andere Entscheidung als die der Sanktionierung der Verhandlungsergebnisse gar nicht möglich sein würde. Es muß festgestellt werden, daß die Diskussion durchaus auf der Höhe stand. Von beiden Seiten 7