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Zion · 1937-09-01 · 4 (9.1937) · p. Seite 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
9 (1937)
Issue
4 (9.1937)
Date
1937-09-01
Page
Seite 6 (sequence 8)
Language
German
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blutigen Unruhen zogen sich monatelang hin, die Mandatarmacht hielt es für nötig, eine Kommission zum Studium der Lage an Ort und Stelle zu entsenden, und heute kennen wir nicht nur ihre Beobachtungen, sondern auch ihre Empfehlung: Liquidierung der Angelegenheit mittels eines Salomonischen Urteils. Der Terror hat sich also als ein unüberwindlicher Faktor gezeigt. Um ihm auszuweichen, soll nun die Teilung vorgenommen werden, wobei mehr als */s des Landes den Arabern zugewiesen werden sollen, die gigantischen industriellen jüdischen Unternehmungen sollen dem arabischen Erez- Israel einverleibt werden, ebenso blühende jüdische Siedlungen, und die historische jüdische Metropole mit ihrer jüdischen Majorität soll Mandatsland werden, Englisch soll dort die einzige offizielle Sprache werden. Ein Fünftel des Landes, mit ungeschützten Grenzen, von Korridoren durchschnitten, mit einer irredentisch eingestellten arabischen Bevölkerung soll das jüdische Nationalheim bilden, das noch eine jährliche Subvention an den größeren arabischen Staat zahlen soll. Kann man sich eine bitterere Ironie der Geschichte, eine größere Täuschung eines schwer geprüften Volkes denken, dessen historisches Recht öffentlich anerkannt und zugesichert wurde? Aber noch nie ist mit dem Schicksal eines Volkes, trotz Berücksichtigung seiner Leistungen, seiner gerechten Ansprüche und seiner unendlichen Not, so grausam gespielt worden, wie jetzt mit dem Schicksals Israels und mit seinem ihm von Gott und dem Rat der Völker zugesicherten Stückchen Erde, das winzige Plätzchen unter der Sonne. Und dies zu Gunsten eines Teils eines Volkes, das im Laufe der Jahrhunderte das gewaltsam eroberte Land äußerst schlecht bewirtschaftet hat, es wüst und öde werden ließ. Dabei ist es klar, daß diese Fiktion von einem Judenstaat nicht nur keine Lösung der internationalen Judenfrage bedeuten kann, sondern nicht einmal der Judenfrage in Erez-Israel selbst. Während der Zionismus die Lösung der Judenfrage in der Welt herbeizuführen sich bestrebt, scheint die Peel-Koanmission nur eine Lösung der Judenfrage in Erez Israel anzustreben, eine Lösung, die, wie gesagt, gar keine ist und keine sein kann. Was der Judenheit der Welt und auch dem Aufbau des Landes jetzt nottut, ist eine große jüdische Einwanderung nach Erez Israel, die kraft ihres seelischen und physischen Einsatzes, ihrer Intelligenz und Tüchtigkeit im Stande sein wird, für sich und die künftigen Geschlechter bodenständige Existenzen zu schaffen. Daß diese Möglichkeit vorhanden ist, haben uns die letzten fünf Jahre gezeigt. Bei einer vernünftigen und wahrhaft wohlwollenden Administration würden auch die Araber eines Besseren belehrt werden und mit geringen Ausnahmen sich auch belehren lassen. Der Schlüsel der jetzigen 6

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