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Zion · 1937-09-01 · 4 (9.1937) · p. Seite 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
9 (1937)
Issue
4 (9.1937)
Date
1937-09-01
Page
Seite 5 (sequence 7)
Language
German
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Welthistorische Ereignisse haben dem Zionismus große Realisierungsmöglichkeiten gewährt. Der Weltkrieg brachte den gewaltigen staatspolitischen Erfolg, der uns die Verwirklichung unserer großen Hoffnung und unseres nationalen Strebens in absehbarer Zeit in Aussicht stellte. Alles schien bloß von unserer Bereitschaft und dem Einsatz unserer Kräfte abhängig zu sein. „Wenn ihr w o 111, ist es kein Märchen". Und der Wille war vorhanden. Aber zu unserer bitteren Enttäuschung mußten wir wahrnehmen, daß immer neue Schwierigkeiten, immer neue Hindernisse uns in den Weg gelegt wurden; von jener Seite, von der wir nur Wohlwollen, Förderung und Unterstützung zu erwarten berechtigt waren. Während man den Arabern unermeßliche Länder, zuerkannte und mit helfender Hand die Bildung von fünf Eigenstaaten ermöglichte, finanzielle Beihilfe von Millionen Pfunden gewährte und jede nur mögliche Unterstützung verlieh, mußten wir aus eigener Kraft jene Leistungen in Erez Israel vollbringen, die das Staunen der ganzen Welt erregten. Aber nicht genug damit. Trotz der zunehmender Not unseres Volkes, die zur eiligen Erschließung unseres im Entstehen begriffenen Nationalheims drängt, hat man stillschweigend zugesehen, wie bei den Arabern Erez Israels der Nationalismus künstlich gezüchtet wurde, ja man unterstützte ihn mittels verschiedener administrativer Maßnahmen der Lokalregierung und schreckte nicht zurück, gleich bei Beginn unserer unvergleichlich schweren Arbeit, fast zwei Drittel des Landes abzutrennen und sie der Erschließung durch jüdische Arbeit zu entziehen. Das war der erste schwere Schlag, der dem jüdischen Volke auf dem Wege zum Aufbau seiner historischen Heimat versetzt wurde. Unser so schwer geprüftes Volk und die zionistische Bewegung ließen trotzdem ihren Mut nicht sinken. Der Erlöser Israels war mit uns, trotzdem weite Kreise unserer eigenen Stammesgenossen abseits standen, ja sogar scharf dagegen kämpften, om M 'ii mt^ 1S1 »V Prosperity wuchs im Lande, alles erfreute sich des Segens unserer Arbeit. Aber unsere Gegner und Neider wurden in eine haßerfüllte Kampfstellung gegen uns und unser Aufbauwerk gehetzt, bis es zu den blutigen Ereignissen des Vorjahres gekommen ist. Wer in jener Zeit im heiligen Lande gewesen ist, spürte, daß eine Schicksalswende in unserer Bewegung eingetreten ist. Der Ernst der Situation ist von allen Seiten erkannt worden. Nur war man sich über die Folge der Ereignisse im allgemeinen nicht klar. Di; meisten glaubten, es handle sich wieder um eine akute Gefahr, die durch militärische Maßnahmen leicht beseitigt sein wird, woraufhin alles wieder seinen üblichen Lauf nehmen wird. Nur sehr, sehr wenige haben die Sachlage und ihre Folgen richtig beurteilt. Die

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