Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 9 (1937)
- Issue
- 3 (7.1937)
- Date
- 1937-07-01
- Page
- Seite 3 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Hauptstadt unseres Landes, nie aus unserem Streben und politischen Wollen weichen der Wille zur Verwirklichung einer wahrhaft jüdischen Heimstätte im ganzen historischen Gebiete Palästinas. Nie werden wir vergessen, daß der Boden den ihr heute von dem lebendigen Organismus des kleinen Landes trennen wollt, Boden unserer Heimat ist, für .den wir bereit sind, allen Einsatz zu leisten, den ein Volk leisten kann. Das muß etwa unsere Antwort sein, und in diesem Sinne begrüßen wir den Inhalt des Protestes, der aus Erez Israel in die Welt hinausgesprochen wurde, und den wir nachfolgend wiedergeben: „Wir proklamieren unseren endgültigen festen Standpunkt gegen jeden Vorschlag, der das Gebiet Palästinas einschränkt oder verkleinert, und gegen jede Teilung des Landes. Das jüdische Volk hat während taiusender Jahre der Galut niemals seine Rechte auf sein Vaterland aufgegeben und wird keinen Fußbreit palästinensischen Bodens aufgeben. Wir verkünden nachdrücklich die vollen ewigen Rechte des jüdischen Volkes auf sem Vaterland in seinen historischen Grenzen und lehnen jede Zustimmung zu einer Teilung oder anderen unsere Rechte beeinträchtigenden Vorschlägen ab." In einer seiner letzten Reden sprach Ussischkin davon: drei Partner sind im Lande: England, das jüdische Volk und Gott. Der Ewige gab dem Lande seine einzigartige Schönheit und Fruchtbarkeit, das jüdische Volk die Arbeit seiner Hände, die englische Regierung die Verwaltung. Gott bat seine Pflicht erfüllt. Das jüdische Volk hat getan, was es tun konnte. Die Mandatsregierung aber versagte. Wir möchten das Wort ein wenig wandeln. Von den drei Partnern stehen zwei unzertrennlich zusammen: Gott und das jüdische Volk, und Gott bat uns eine Zusicherung gegeben auf den Besitz des Landes, die unwiderruflich ist und bleibt. Wenn wir nur unsere Pflicht erfüllen gegen unser jüdisches Volk — auch unter Opfern, die schwer und kaum tragbar scheinen — dann gehen wir unbesorgt in die Zukunft, denn uns leitet der Glaube: Auf unserer Seite steht Gott und sein ewiges Wort. Semep&ifiigreii zuf WandevungsfFcige Von E. S a m o s c h. Die zionistische Stellungnahme zur Frage der Auswanderung von Juden aus Deutschland in die Länder außerhalb Palästinas ist Gegenstand einer lebhaften Diskussion zwischen Zionisten und Nichtzionisten aber auch innerhalb der zionistischen Reihen gewesen. Es hat sich ergeben, daß die Fragestellung, wie sie von Gegnern des Zionismus formuliert wurde, Billigung oder Ablehnung einer derartigen Auswanderung durch den Zionismus, verfehlt ist. Gegenüber einer zwangsläufigen Erscheinung kann unmöglich eine ablehnende Haltung eingenommen werden. Die weitere Frage, inwieweit es zionistische Pflicht sein kann, auf diese Auswanderungsbewegung fördernd und gestaltend einzuwirken, ist nach den Grundsätzen zu beantworten, die für die zionistische Teilnahme an gesamtjüdischen Arbeiten außerhalb der zionistischen Zentralaufgabe, des Palästina-Aufbaus und der Heranziehung und Vorbereitung des jüdischen Volkes für ihn, gelten. Hierbei »muß vor allem der Grundsatz der ökonomischen Verwendung der vorhandenen Kräfte maßgebend sein. Die Erkenntnis der unabwendbaren Notwendigkeit einer Auswanderung eines Teils der Judenheit in Deutschland in die Länder der Gola befreit nicht von der Pflicht, diesen Vorgang in seinen Auswirkungen auf den Bestand jüdischer Substanz zu bewerten. Bei einer Beurteilung der mutmaßlichen Folgen einer derartigen Auswanderung für den nationalen Bestand 3