Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 9 (1937)
- Issue
- 2 (5.1937)
- Date
- 1937-05-01
- Page
- Seite 9 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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tind die Heiligkeit der Arbeit und die Heiligkeit der Idee werden sich miteinander verbinden. Die Heiligung des profanen Lebens dient der Festigung der Heiligkeit des religiösen Lebens. Diese für den Menschen so wichtige Vereinigung ist bei dem thoratreuen Arbeiter nicht zweifelhaft. Die Beziehung zum Ewigen und Erhabenen wohnt allen Bezirken des Lebens inne. Mein Glückwunsch für die Bewegung und ihre Führer geht dahin, daß die Stärke unseres Werkes wachse, daß ihr Gebiet in materieller und geistiger Hinsicht sich ausbreite, daß ihre Einwirkung immer erkennbarer werde, daß ihr Einfluß im thoratreuen Judentum und in der Zionistischen Bewegung sich mehr und mehr steigere. Doch der Kern meines Glückwunsches: Möge es uns gelingen, die Idee Keren Thorawa Awodazu stärken, mögen wir für viele die Möglichkeit eines Lebens der Ehre und des Glückes schaffen, eines innerlichen und tiefen Lebens, eines reichen Ertrages auf geistigem Gebiete. Wir wollen außergewöhnliche Anstrengungen machen, damit zahlreiche thoratreue Arbeiter ihren Anteil finden am Leben im Lande des Lebens, an den lebendigen Zweigen, daß wir für die Bewegung im Ganzen einen ehrenvollen Platz in unserem Volke erringen. flklfc und. neue Wege «fei? HiibeZexesrese von Doz. Rabb. Dr. Samuel Grünberg. (Fortsetzung) Wenn wir von den weiteren Übersetzungen der Bibel durch Nichtjuden, wie die „Peschitah" und „Vulgata", in denen das Element der Auslegung an sich stark zurücktritt und von den Arbeiten des H y r o n i - m u s und O r i g i n e s absehen, bringt uns erst das 10. Jahrhundert den ersten großen jüdischen auf Sprachforschung beruhenden Bibelkoinmentar des Gaon Saadja. Er begründete die Schule der philologisch-grammatisch arbeitenden Paschtanim Spaniens und Frankreichs, neben denen die Rationalisten, Homiletiker und Mystiker sich zwar auch in der Exegese hervortaten, ohne ihnen jedoch gleichwertig zu sein. Die auf linguistischer Basis fußende Exegese der Pachtanim hat sich als die führende durchgesetzt und bildet noch heute die klassische Exegeseliteratur, aus der Juden wie Nichtjuden — die in früheren Zeiten dieselben Wege gingen, wenn auch von anderem cliristologischen Geiste getragen und oft andere Tendenzen verfolgend — Kenntnis der Bibel schöpfen. Es war mehr das intuitive Erfassen des Inhalts, das sie auszeichnete, und das die Seele befriedigte, trotzdem vieles auch fernerhin unerklärt und „schwer" blieb. Methodisch betrachtet, sind allerdings auch die Werke der Klassiker der jüdischen einfachen, sinngemäßen Exegese nicht ausreichend. Ganz besonders in unserer Zeit. Schon Abravanel klagte: Smn a-in» nepan *by jn pnpn nj? j?"asn nanm ,b"m ltmr noa n»3'3j?n am 2*6 ltpi-vsa ponai b"t »"sn orpsa nrtnnxT /losj? pioarra nmp inv trrpsa visd vn m sjn Mwan nvjvsttn rnSon bs by ms? \\vbn pnpnai .inSjai aipsn nvnctr »33 oysi emn ix by dj?d nbo un •Http by naxa mv 'b\ii nspa nn^n \o tc\ nwn nrra nso by maya nnoon »D»piDEn nnaxa rupn (Einleitung zu demProphetenkommentar). Er versuchte gewisse Einleitungen und Analysen den verschiedenen Büchern und Abschnitten vorauszuschicken. Aber auch ihm fehlten die Mittel der neuzeitlichen Einleitungswissenschaft sowie all das Material, mit dem uns die moderne Forschung auf verschiedenen Gebieten in den letzten 150 Jahren 9