Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 8 (1936)
- Issue
- 4-5 (8.1936)
- Date
- 1936-08-01
- Page
- Seite 13 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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so meinte er aber sicherlich nicht, daß sie ihre Schwestern von derselben Mutter zu Frauen nahmen, sondern die Schwestern väterlicherseits, die ihnen damals noch nicht verboten waren. Die Bruderehe war übrigens besonders bei den Phöniziern und Aegyptern stark vorherrschend. -2) Besondere Beachtung verdient die in der biblischen Epoche übliche Namenshäufung, die bereits von den Weisen des Talmuds erkannt und ausgiebig behandelt worden ist. -3) In der biblischen Epoche, war es üblich, außer den Wiegennamen, die die originellsten, psychologisch interessantesten sind, dem heranwachsenden oder herangereiften Manne noch verschiedene Namen beizulegen, die eine ihn charakterisierende Eigenschaft oder ein Ereignis seiner Zeit, das mit ihm irgendwie verknüpft oder zu verknüpfen war, kennzeichnen sollen. a*) So kommt es dann vor, daß in der Bibel ein und dieselbe geschichtliche Person unter verschiedenen Namen auftritt, die wenn der Hintergrund verkannt wird, zu irrigen Deutungen und falschen Schlüssen in der Beurteilung der Ueberlieferung führen» Weder aber haben wir es in solchen Fällen mit Irrtümern der Schreiber oder Kopisten zu tun, noch können wir den scheinbaren Gegensatz auf Duplizität oder Verschiedenheit der historischen Quellen zurückführen. Vielmehr haben wir es in solchen Fällen mit der damaligen Sitte der Namenshäufung zu Lebzeiten der betreffenden Persönlichkeit zu tun, oder auch mit einer posthumen Namensbenennung seitens der Chronisten auf Grund der Lebensschicksale der anzuführenden historischen Persönlichkeit. Ein scharfes Auge aber nur ist imstande, diese Anspielungen zu erkennen und zu deuten. So hat z. B. der bekannte Kommentator der Mischnah Rabbi Israel Lipschitz->) eine ganz seltsame Beobachtung bei den Namen einer großen Zahl jüdischer Könige gemacht. Er weist darauf hin, daß die Namen der meisten Könige auf die wichtigsten Begebenheiten ihrer Zeit hinweisen: Saul (Grundbedeutung bnv verlangen), auf das Verlangen eines Königs seitens des Volkes.'-«) David (Grundbedeutung Liebe), auf seine große Liebe zum jüdischen Volke. ") Salomo (Grundbedeutung ci^c Frieden) auf den Frieden, der während seiner Regierung herrschte."8) Asa (aram. Bedeutung: Arzt), auf seine Heilungssuche bei Aerzten.29) Jehoschafat (Bedeutung- 21) Vgl. Midrasch r. Gn. C. 84: D'taatrn ineu Drvnvnx1? law mn» "1 vgl. hierzu die Bemerkung des sp» pjr: 'aaS nniDX ]nv nxrt p orpnvnx wmv nb axn p nrvnvnx ix»3tr xbs m. 22) Vgl. Fitschmann, Geschichte der Phönizier, S. 237. 23) Vgl. Sota 11 b; Jalkut Schofetim 42; Jerus. Nidda I; Midr.r. Ex c.40. 24) Vgl. Midr. Tanchuma zu Wajakhel: inx /DikS ltopa rnacr nvbv losya \b rup» nnxi mx »22 jmpw nnxi iaxi vax \b pipa\ 25) Kommentar zu Schekalim, § 6 I. 26) I Sm. 8.10 -\ba inxa o'Sxi»n njrn btt ti »-m bs nx btnav nax'i 27) II Sm. 23,1 Smw» nrpat n»ya 28) Vgl. I Chr. 22,8 va»a jnx eppi mWi tat? n»n» naSe» »a a9) H.Chr. 16,12 n'xsvu »3 'n nx gm nb vSna dj 13