Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 8 (1936)
- Issue
- 4-5 (8.1936)
- Date
- 1936-08-01
- Page
- Seite 12 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Biblische Eigennamen als Quelle jüdischer Kulturgeschichte und Bibelexegese. Von Doz. Dr. Samuel Grünberg (Schluß) Eine unvoreigenommene Untersuchung — es gibt auch wissenschaftliche Voreingenommenheiten — der südarabisch und assyrisch-babylonischen Funde der letzten Zeit, in denen unzählige Namensparallelen vorhanden sind, und die auch viele biblische Namen etymologisch beleuchten, kann den Beweis erbringen für die Wahrheit der jüdischen Ueberlieferung vom Entstehen und Werden der jüdischen Religion und des jüdischen Volkes, sowie von dem Alter der Thora. — Zur Illustrierung einige wenige Beispiele: Trotzdem in Südarabien das Heidentum bis auf Mohammed herrschte, finden sich in Inschriften aus der Zeit des 15 Jahrhunderts vor der üblichen Zeitrechnung (die Zeit Moses) sehr viele Namen in Verbindung mit Sx/ wie Ili-Padaja niB'SN Sxms (Nrn. 34,28); Ili-Samya VQV^» (Nrn. 1,10); Iii Saada wh* i:j>Sk Jochmi-Ilu hman (Gott (IChr. 4,26); verkürzt verkürzt Sion (Gn. 46, 12); Jacharam-Ilu - wnbs(Nrn. 34, 26) diese können nur unter dem Einfluß der stammverwandten Hebräer entstanden bzw. von ihnen entliehen sein. Die Namen mit ^-n wie sie die Bibel aus der ersten Periode anführt, zeugen demgemäß für ihre chronologische Echtheit. In den assyrischen Handelsvertragstafeln aus der Zeit Hamurapis finden sich Namen wie Abi-ramu cnwK Jakub-Ilu - Sx apy» Abid-El (bsonas Jer. 36,26); Abi-Jatar - uva« (ISm. 22,20); während die rein babylonischen Namen den Namen hu nirgends aufweisen. Bei vielen Völkern des Altertums war bekanntlich die Eheschließung mit den nächsten Blutsverwandten üblich. So sagen unsere Weisen ahiy »man o -io»utr ininK n« pp xts»tr na ins na m« xt?3 hd *:sa (Sanhedrin 58 b) n:^ *sDri. Damit wolle gesagt sein, die erste Ehe sollte auf Geschwisterliebe erbaut werden. Neuere Forscher wollen diese Sitte auch beim jüdischen Volke in seinen Anfängen durch gewisse Personennamen angedeutet wissen. So asnx Bruder-Vater (IKn. 16,28); so in den Keilschriften „Ach-Abu"); prw (IChr. 2,29); oktu* (IlSa. 23,33); »am« »dk-w« (IChr. 4,2, so in den Keilinschriften Achuma und in einer Taanakinschrift einfach taK-nut). Und wenn auch im Midrasch rabba zu Genesis (§ 82) Rabbi Josua eine Ueberlieferung mitteilt: moiKn mSia osen cac hs, so bemerkt doch Bar-Tuvjaso-, mit Recht, daß wenn auch zweifellos Rabbi Josua eine Anspielung auf die Frauen der Stammväter machte, 20) Vgl. D«n ik» /ta pis ,nhty nia» ipnS taSpo 12