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Zion · 1936-08-01 · 4-5 (8.1936) · p. Seite 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
8 (1936)
Issue
4-5 (8.1936)
Date
1936-08-01
Page
Seite 11 (sequence 13)
Language
German
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Von neuem werden wir zum Spaten greifen, von neuem bauen und graben, wie Isaac, und mit der Zähigkeit unseres Wollens die Mächte der Zerstörung entwaffnen. Von unserem Recht aber weichen wir nicht um Haaresbreite, von unserem Lande vertreibt uns kein Terror und kein Mordbube. Um die Kraft zu solcher Haltung zu finden, brauchen wir Halt bei unserem Gott. Vor ihn aber treten wir demütig und schuldbewußt. Kann das heilige Werk gelingen, wenn wir das Gesetz des Ewigen, das Erbteil unserer Väter, unsere eigene Vergangenheit, unser innerstes Wesen verleugnen, das Panier der Thora, das wir und das uns durch den Schicksalsweg der Jahrtausende geleitete, an der Schwelle der Erfüllung sinken lassen. Was haben wir getan, um den Geist Palästinas jüdisch zu formen? Oder haben wir unsere Pflicht gegen unser Volk erfüllt? Hätten die Juden der Welt auf die Balfourdeklaration so geantwortet, wie man es erwarten konnte, Kräfte und Geldmittel mobil gemacht, die eine intensive Einwanderung und die entsprechende Sicherung von Bodenreserve ermöglicht hätten, ich glaube, wir brauchten 5696 nicht über die Opfer des Terrors zu klagen. Das Gesetz unserer Thora hat die Institution der nb*9 Wenn ein Erschlagener gefunden wurde, traten die Ältesten der nächsten Stadt vor Gott und erklärten: „Unsere Hände haben das Blut nicht vergossen, unsere Augen es nicht geschaut." Nicht gegen den Vorwurf des Mordes brauchten die Sekenim sich zu verteidigen; aber sie hatten indirekte Verantwortung, sie hatten für die Sicherheit der Wege und der Wanderer zu sorgen, eine Atmosphäre zu schaffen, in der ein Mord nicht möglich war. Ich meine, wir müßten an die Bahre unserer gefallenen Brüder treten und uns streng und gewissenhaft fragen: Sind wir in solchem höheren Sinne unschuldig an dem Blut, das geflossen, können wir sagen: Jadenu lo schafchu eth hadam hase. — Wir haben alles Menschenmögliche getan, um den Jischuw zu schützen, zu stärken — und — „wenn unsere Augen es nicht sehen", auch das wäre Schuld und Vergehen. Ich glaube, wir müssen tief beschämt den Blick senken vor Gott, aber ein heiliges Vermächtnis ist uns geblieben: „Der Spaten, Brüder, der Eurer Hand entfallen, wir werden ihn ergreifen, werken und schaffen mit verzehnfachter Kraft, mit eiserner Entschlossenheit und stahlhartem Arbeitswillen, um Palästina zu einem jüdischen Lande zu wandeln, für Gott einen Weg zu bahnen, um das heilige Land wieder heilig zu bauen, bis wir zu unserem Rechoboth kommen, von dem Isaac sprach: „ p«a wnai 'n s'mn nny o „N u n hat G't t Raum gegeben, daß wir Frucht schlagen im Land e." 11

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