Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 8 (1936)
- Issue
- 4-5 (8.1936)
- Date
- 1936-08-01
- Page
- Seite 9 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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unser Jubel nicht kleiner wird, denn wir wissen, daß mitten unter unseren Wächtern der Hüter Israels wacht, der sein Volk aus der Gola nach Zion zurückführt. Seid nicht böse, daß wir Euch nur selten schreiben, es ist uns nicht immer nach Korrespondenz zu Mute, aber zum Lesen von Briefen von Euch haben wir immer Lust, die Briefe gehen von Hand zu Hand, und wenn wir hören, daß wieder 20 Chawerim in die Mittleren Hachschara gekommen sind, und wir lesen ihre Namen, dann freuen wir uns schon jetzt auf die Zeit, in der auch sie bei uns sein werden und mit Anteil haben können an Freuden und Leiden unseres Aufbaus. Schalom ubracha schelachem Benefra. Unsere Haltung in dieser Stunde. Von Rabb. Dr. Harry Levy in Berlin. Aus einem Vortrag. Haltung bewahren, wenn der Halt auch wankt, ist das Vorrecht des starken Charakters. Wenn die Stunde tätiges Handeln verhindert, wird die mutige Haltung zur moralischen, vielleicht zur politischen Tat. Haltung ist das Gegenspiel zur Pose; sie ist mutig und demütig zugleich, wie jene feige und hochmütig, sie ist ehrlich und fest, jene gespielt und unsicher, sie ist verhaltene Kraft und nicht verkrampfte Ohnmacht. Haltung bewahrt, wer seinen Halt hat in Gott. Vor Gott stehen wir gebeugt, aber mit unserem Gott, für Gottes Recht in mannhaftem Stolz, aufrecht und sicher. Bei jedem Schicksalsschlag erhebt sich für den religiösen Menschen die Frage nach der tieferen eigenen Schuld, aber unabhängig davon lebt in unserer Seele das durch Selbstbesinnung geläuterte Bewußtsein unseres unveränderlichen heiligen Rechts. Was ist geschehen: Wüstenchaos brandet gegen die friedliche Entwicklung des Jischuw. Urhaß, Zerstörungswille — von politischen Kräften geschürt — bricht aus den Tiefen nomadischer Seelen gegen das jüdische Kulturwerk in Erez Israel. Siebzig jüdische Tote, Hunderte Verwundete, brennende Garben, entwurzelte Wälder sind das grausige Fanal auf dem neuen Abschnitt jüdischen Leidensweges. Es gibt drei nüchterne — scheinbar überflüssige Zeilen der Thora, die unsere Situation schlagartig erhellen. Die Philister von Gerar haben die Brunnen Abrahams verstopft. Isaac gräbt von neuem und findet lebendes Wasser. Da kommen die Hirten von Gerar: „Unser ist das Wasser" (Lanu hamajim) rufen sie. Isaac nennt den Ort?°V „Händel". Einen neuen Brunnen findet 9