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Zion · 1936-07-01 · 3 (7.1936) · p. Seite 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
8 (1936)
Issue
3 (7.1936)
Date
1936-07-01
Page
Seite 13 (sequence 15)
Language
German
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und zur Tat Strebenden Herzl bedingungslos angeschlossen und sind häufig im Kampfe mit weiten Kreisen des religiösen Judentums zu eifrigen Verfechtern und Verbreitern der Ideen der jüdischen Renaissance geworden. Es sind, um nur einige Namen zu nennen, die Rabbiner Samuel Mohliwer, Jizchak Reines, der sefardische Chacham Alkaley und der von Dr. Simonsohn so unendlich verehrte und von uns tief betrauerte Raw Jizchak Jaakauw ha Kohen Kuk Dieser Galerie gehört auch Rabb. Dr. Simonsohn an. Ihm war die Arbeit für Erez Israel, genau wie für die genannten Männer, der wichtigste Teil seiner Rabbinertätigkeit. Er arbeitete nicht unter dem engen Gesichtskreis seiner Gemeinde, sondern vom Aspekte der Nöte und Bedürfnisse des gesamten Klall Jisrael. Unter diesem Gesichtspunkte ist seine ganze Arbeit und auch sein Hauptwerk, die Errichtung der jüdischen Schule in Breslau, zu werten. Er trug in sich das Bild eines jüdischen Palästina, das ganz auf den Grundlagen der Tradition aufgebaut ist, in dem die Lehren unserer Propheten und unserer Großen zur wahren Herrschaft gelangen. Für die Verwirklichung dieses Bildes setzte er seine ganze Person ein, wenn aber die palästinensische Wirklichkeit in sehr vielem diesem Bilde nicht entsprach, so lag es ihm absolut fern, irgend jemand deswegen verantwortlich zu machen oder gar die Richtigkeit und Zweckmäßigkeit des Ganzen in Frage zu stellen. Da gab es für ihn nur einen Spruch: Wir religiösen Juden müssen mehr für das Aufbauwerk tun, dann werden wir auch mehr erreichen. Ich hatte das Glück, ihn vor seinem Tode über die religiöse Lage/ der Jugend in Palästina sprechen zu hören; da lauteten seine Ausführungen: Unsere Jugend besitzt wie jede andere ein starkes ethisches und soziales Gefühl. Wenn nun zu ihr Menschen im Namen der Religion sprechen, die ihren sozialen und ethischen Ansprüchen nicht entsprechen, können sie unmöglich auf diese Jugend wirken. Von den Kwuzot und Kibbuzim der arbeitenden jüdischen Jugend, deren Leben und Treiben doch nicht seinen Anschauungen und Vorstellungen entsprach, sagte er, wird die Geulla kommen. Er sah in ihnen nämlich die gleiche Begeisterung und gleiche Aufopferung für die Sache des Aufbaues, die ihn beseelte, und glaubte, daß diese Jugend den Weg zu der von ihm erkannten Wahrheit finden wird. Jedes Gespräch über Schattenseiten und ungünstige Erscheinungen im Leben Palästinas verletzte ihn. Er sah sie sicher und beobachtete sie vielleicht noch schärfer als alle anderen. Aber seine Parole lautete: Nicht darüber sprechen, sondern so wirken, daß es immer besser und schöner wird. Erez Israel und alles, was darin baut und arbeitet, war ihm heilig und unantastbar. Für alles, was zu einem Erfolge des Aufbaues beizutragen versprach, ob es Keren Hajessod oder Keren Kajemet oder zuletzt die Jugendali ja war, war er ganz und gar zu haben, und das während einer Zeit, wo diese Dinge unzeitgemäß und unpopulär waren. Er besaß den Mut zur Unpopularität, wenn die Sache, die 15

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