Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 8 (1936)
- Issue
- 3 (7.1936)
- Date
- 1936-07-01
- Page
- Seite 14 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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ihm heilig war, dadurch gefördert wurde. Seine Begeisterung für die Erfolge unserer Renaissancebewegung äußerte sich am klarsten in seiner Beziehung zur hebräischen Sprache. Neben dem Aufbauwerk in Erez Israel ist die Wiederauferstehung der hebräischen Sprache das größte Wunder, das der Zionismus vollbracht hatte. Eine Sprache, die vor 50 Jahren noch als tot bezeichnet wurde, beherrscht alle Gebiete des Lebens in Palästina und erobert sich weite Kreise der Juden in allen Ländern der Welt, erzeugt neue literarische, kulturelle und religiöse Werte. Diese Erscheinung war unserem unvergeßlichen Raw eine Quelle ewiger Begeisterung, mit Menschen, die die Sprache beherrschten, sprach er nicht anders als hebräisch. Unendliche Freude strahlte aus seinen Augen, wenn er erfuhr, daß man für irgend einen modernen Terminus ein hebräisches Äquivalent fand, wenn er irgendeine besonders schöne Wendung hörte, oder gar etwas von dem Sprachschatz der Kinder in Erez Israel erfuhr. Den jüdischen Kindern Breslaus die Kenntnis des Hebräischen zu vermitteln, war ihm heilige Pflicht, und seine Schule in Breslau war die erste in Deutschland, die diesem Gegenstande einen gebührenden Platz im Unterrichtsplane einräumte, und es ist zum großen Teil sein Verdienst, wenn wir heute in Breslau einen großen Kreis Hebräischsprechender besitzen. In Breslau werden die jüdischen Schulen, in denen heut an tausend Kinder im Geiste Dr. Simonsohns erzogen werden, ewiges Zeugnis von seinem Wirken ablegen. In Erez Israel war es ihm nicht mehr beschert, so ein bleibendes Werk zu errichten. Die Breslauer Judenheit wird auf Anregung der Zionistischen Organisation die Errichtung eines Baues auf dem heiligen Boden des Landes der Sehnsucht Dr. Simonsohns ermöglichen. Dieses Haus, in dem jüdische Jugend aus Deutschland arbeiten und lernen wird, soll seinen Namen tragen, und so wird sein Andenken in der Gemeinschaft der arbeitenden und schaffenden Jugend Erez Israels fortleben, nasan Aus der Bewegung. Berlin. Am 23. April sprachen die Rabbiner Dr. Freier und Dr. Harry Levy in der Synagoge „Ahawas-Zion" über das Thema „Was wird aus unseren Kindern". Die zahlreich erschienenen Zuhörer zeigten großes Interesse für diese Frage. Am 30. April sprach in der Synagoge Kottbuser Ufer Rabb. J. Broch über das Thema „Thora, Volk, Land, die Forderung des Misrachi". In einer Veranstaltung in der Synagoge Prinzenallee sprachen am 5. Mai nach Begrüßungsworten des Rabbiners Dr. Alexander die Herren Rabbiner Dr. Harry Levy, Rabbiner Broch und Bruno Bender über „.Palästina oder Erez-Jsrael". Zahlreiche Besucher dieser Synagoge traten der Misrachi-Gruppe als Mitglieder bei. 14