Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 8 (1936)
- Issue
- 3 (7.1936)
- Date
- 1936-07-01
- Page
- Seite 11 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Appelativum 17 gleich j-nx darstellte und auf den ein-einzigen Gott Israels bezogen war. Allerdings wurde dies dem Volke zum Verhängnis. Viele verwechselten dadurch die Begriffe, oder besser gesagt, es entstand eine Verwirrung der Begriffe. So erst verstehen wir den Ausruf Elijahns: o'nSxn 'n bx .D'sycn *ra by qtidis onx >na iy innx -ab bysn otn mnx 12b. Er verlangte eine Klärung der Begriffe und somit eine Läuterung des religiösen Lebens. Fromme Könige wie Saul und David würden nie ihren Kindern Namen gegeben haben, die irgendwie mit dem heidnischen Baalkult im Zusammenhang standen. Ebenso erklärt sich hierdurch die Stelle in Hos. 2,18 ifya »8ip.-! xb\ 't?'x 'xnpn x-inn uvz svm. Das Attribut byz für Gott sollte fortan aus dem hebräischen Sprachgebrauch schwinden. Die Namenskompositionen seit der Zeit König Salomons bezeugen, daß dem auch so war. — Die dritte Periode, die eben mit der Zeit Salomons beginnt und mit dem Ende des babylonischen Exils ihren Abschluß findet, kennt nur noch Namenskompositionen mit Sx und „Jud-He-Waw". Wohl war in Israel Götzendienst noch vorhanden, aber interessant genug ist es zu konstatieren, daß bei den Festsetzungen der Namen für ihre Kinder, unsere Ahnen alles verpönten, was Fremdkultisches andeutete. Die Namen sollten rein jüdischen Geist atmen. Dies erleuchtet auch aus der Tatsache, daß zum Unterschied von den Aegyptern und Phöniziern bei keinem der jüdhebräischen Namen, die dem Tierreiche entlehnt sind, eine Verbindung mit dem jüdischen Gottesnamen zu finden ist! is — Ferner ist zu beachten, daß unter den Personennamen fast gar keine sexueller Natur" (nur zwei: j;nx (I Chr. 4,7); na: (ib. 6,5),) vor« kommen, im Gegensatz zu den anderen Sprachen, besonders dem Arabischen, wo die Zahl solcher obszöner Namen Legion ist. Heiligkeit des Gedankens, hohe Ethik und unvergleichliche Familienreinheit zeichneten von jeher das jüdische Volk aus, dafür ein untrügliches argumentum e silentio auch aus dem Dominium der hebräischen Onomatologie. Nicht minder bedeutungsvoll ist ein anderer ähnlicher Beweis für einen andern ausgeprägten Charakterzug des jüdischen Volkes, die Tatsache nämlich, daß von der ungemein großen Zahl jüdisch-hebräischer Personennamen der Bibel so gut wie gar keine aus der Welt des Krieges und der Waffen entnommen sind. In der Sinfonie der Töne der hebräischen Eigennamen fehlt gänzlich der aufschreckende Ton des Waffenklirrens. Auch hier ein Beweis für die uns Juden angeborene Friedfertigkeit. (Fortsetzung folgt.) ") Die Ansicht R. Kittels (Geschichte des Volkes Israels, I. S. 226. Anm.), daß die Personennamen pt?a:r /it?ots> auf den aus Babylonien übernommenen Sonnenkult hinweisen ist nicht zwingend. M. E. sind diese Namen gleich "vx* /j?'B» /<nx /is u. a. m. aus den Erscheinungen in der Natur entnommen. 18) Vgl. die Begründung des Maimonides im More Nebuchim III. § II, weshalb die hebräische Sprache vtpn ]i?b genannt wird. 19) Vgl. Herschberg, a. a. O. S. 268: »nni naisn Dann bv mawn onsam wpwsn b*x D*aana nnt? iaa nnajya „bx" ny\ *rp* ny n»aaio. 11