Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 8 (1936)
- Issue
- 3 (7.1936)
- Date
- 1936-07-01
- Page
- Seite 3 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Tora über dem ganzen Leben steht, als Krönung des Lebens, als Ziel und Zweck der Existenz des jüdischen Volkes. Die Parole des Poel Hamisrachi „Tora wa'Awoda" muß in diesen neuen Siedlungen verwirklicht werden. Schon seit etwa zehn Jahren sind die im Vorstehenden ausgeführten Dinge im Kreise des Misrachi in Deutschland erkannt worden, und besonders die Jugend hat sich die Ideen der Arbeit auf dem Lande, des gemeinschaftlichen Lebens bei gemeinschaftlicher Arbeit und gemeinschaftlicher Verantwortung zu eigen gemacht. Diese Jugend schuf in Erez Israel den ersten Kibbuz, in dem die Tora das Gesetz ist, nach dem sich das Leben formt und bildet, und von hier aus geht eine Bewegung zur Schaffung weiterer kibbuzischer Punkte gleicher Gesinnung. Die Bewegung der Jugendalija in Deutschland ist herausgewachsen aus der Not der Jugend, die nach ihrer Entlassung aus der Schule keine Ausbildungsmöglichkeiten in Deutschland mehr findet. Diese Jugend soll die letzten Jahre ihrer Erziehung in Erez Israel verbringen und dort in ländlicher Atmosphäre eingeordnet werden in den Prozeß der Arbeit, ihre körperliche und geistige Ausbildung erhalten, die sie befähigt, ein wertvoller Teil des Jischuw zu werden. Für die nichtreligiös eingestellte Jugend gibt es diese Möglichkeiten in großer Zahl, sei es in Kibbuzim, sei es in Moschawim. Für unsere Kinder haben wir zurzeit nur einen einzigen Kibbuz, den Kibbuz Rogdes bei Petach Tikwa, und nur einen einzigen Moschaw, S'de Jaacob (früher bekannt unter dem Namen Schech Abrek) im Emek Jesreel. Der Kibbuz Rodges, dessen Belegschaft mit älteren Chawerim 120 Menschen zählt, hat bereits 60 Chawerim der Jugendalija bei sich zur Ausbildung aufgenommen, eine außerordentlich hohe Zahl, die nicht mehr erhöht werden kann. Nach S'de Jaacob, wo 40 Familien angesiedelt sind, deren Wirtschaften aber noch stark im Anfangsstadium ihrer Entwicklung stehen, werden jetzt 30 Jugendliche kommen, eine Zahl, die ebenfalls in nächster Zukunft nicht erhöht werden kann. In den letzten zwei Jahren sind eine ganze Anzahl neuer landwirtschaftlicher Siedlungspunkte, sowohl Kibbuzim als auch Moschawim, durch den Poel Hamisrachi sowie direkt vom Kibbuz Rodges begründet worden, jedoch sind diese noch so sehr im Anfangsstadium ihrer Siedlung, daß man ihnen keine Jugendliche zur Ausbildung übergeben kann, denn einerseits könnten diese die Belastung mit solchen, günstigenfalls halben Arbeitskräften nicht tragen, andererseits wären dort nicht genügend Ausbildungsmöglichkeiten gegeben.. Neben den genannten beiden Punkten, in denen Jungen und Mädchen eine rein ländliche Ausbildung erhalten, besitzt die religiöse Jugendalija in dem in Jerusalem befindlichen Mädchenheim „Beth Zeirot Misrachi" die Möglichkeit der Ausbildung von zeitweilig 45 Mädchen in der Hauswirtschaft, Gärtnerei und Geflügel- 5